Politik

Keine Loyalität zu Laschet Mehrheit sieht Söder nicht als Teamplayer

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So harmonisch wie beim gemeinsamen Bratwurstessen ging es in den vergangenen Monaten nicht immer zwischen Laschet und Söder zu.

(Foto: dpa)

Er wolle Kanzlerkandidat Armin Laschet "ohne Groll" unterstützen, verspricht Markus Söder. Doch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit gelingt dem CSU-Chef das nur mäßig. Bei einer Umfrage wird sein Verhalten im Wahlkampf denkbar schlecht bewertet.

Die große Mehrheit der Deutschen bescheinigt dem CSU-Chef Markus Söder einer Umfrage zufolge eine schlechte Unterstützung des Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Wie die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey berichtete, waren 66 Prozent der Befragten der Auffassung, dass sich Söder im Wahlkampf nicht ausreichend hinter Laschet gestellt habe.

21 Prozent gaben demnach an, der bayerische Ministerpräsident habe seinen nordrhein-westfälischen Amtskollegen gut unterstützt. 13 Prozent antworteten auf die Frage "Ist der CSU-Parteivorsitzende Markus Söder Ihrer Einschätzung nach ein guter Unterstützer von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet?" unentschieden.

Damit hat sich die Skepsis gegenüber Söders Loyalität in der heißen Phase des Wahlkampfs der Zeitung zufolge noch einmal verschärft. Im Juli hatten dem Bericht zufolge noch 50 Prozent erklärt, Söder unterstütze Laschet nicht gut. 30 Prozent hielten den bayerischen Ministerpräsidenten damals für einen guten Helfer im Wahlkampf.

Zwar hielten unter den Unionsanhängern zuletzt laut Umfrage eine Mehrheit von 51 Prozent Söder für einen guten Unterstützer Laschets. Doch jeder Dritte (34 Prozent) bescheinigte dem bayerischen Ministerpräsidenten, sein Versprechen, Laschet "ohne Groll" zu unterstützen, nicht gehalten zu haben. Bei SPD- und Grünen-Anhängern glaubte nicht einmal jeder Zehnte an einen Teamspieler Söder.

Die Bundestagswahl ist am 26. September, CDU und CSU stellen wie üblich einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten. Im Frühjahr hatte sich CDU-Chef Laschet gegen Söder durchgesetzt.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nach eigenen Angaben nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Deutschlands Bevölkerung gewichtet. Für die Söder-Umfrage wurden im Zeitraum vom 17. bis 19. September die Antworten von 5007 Teilnehmenden aus Deutschland berücksichtigt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozent.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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