Politik

Wer kann's am besten? Merkel fliegt das Vertrauen zu

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Kanzlerin Merkel: stark in allen Kategorien.

(Foto: dpa)

Kurz nach der Bundestagswahl kann sich die Kanzlerin über mangelnden Glauben an ihre Fähigkeiten nicht beschweren. Im Stern-RTL-Wahltrend kassiert Merkel glänzende Werte. Und wie stünden die Parteien da, wenn jetzt nochmal Wahl wäre?

Die Bundestagswahl 2013 ist Geschichte - was sie ganz praktisch auf der Regierungsbank bedeutet, ist noch offen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren liberalen Partner verloren, muss auf ein Vernunftbündnis mit der SPD oder ein Wagnis mit den Grünen setzen. Erste Sondierungsgespräche stehen bevor, sie werden lang und hart für Merkel. Auf keinen Fall, so die SPD, werde man sich "unter Wert verkaufen". Die Sozialdemokraten wollen nicht wieder zerrieben werden.

Merkel jedenfalls fliegt eineinhalb Wochen nach der Wahl das Vertrauen der Bundesbürger nur so zu. Der jüngste Stern-RTL-Wahltrend, gemessen von Forsa, bescheinigt der Kanzlerin, dass mit 46 Prozent fast die Hälfte der Wahlberechtigten meint, sie könne die Probleme Deutschlands am besten lösen. Das ist ein enormer Zuwachs. Bei der letzten Befragung vor der Wahl waren "nur" 38 Prozent dieser Ansicht.

Die SPD unterdessen leidet unter mangelndem Selbstbewusstsein. Nicht nur, dass lediglich 11 Prozent der Wahlberechtigten meinen, die Genossen könnten Deutschlands Sorgen am besten beackern. Auch die Anhänger selbst glauben nicht an ihre Partei: Nur 41 Prozent meinen, die SPD sei der beste Problemlöser. Zum Vergleich: Bei der CDU sehen 86 Prozent ihre Partei in dieser Frage vorne.

Aufschwung oder Flaute?

Die Sonntagsfrage bleibt indes ohne große Überraschungen. Die Parteien erhalten Werte ähnlich denen der tatsächlichen Wahlergebnisse. Große Ausreißer gibt es nicht. Die CDU/CSU erreicht 42 Prozent (Wahl: 41,5), die FDP nur noch 4 (Wahl: 4,8). Die SPD schafft 25 Prozent (Wahl: 25,7), die Grünen 8 (Wahl: 8,4), die Linke 9 (Wahl: 8,6) und die AfD 5 (Wahl: 4,7).

Mit dem Sieg der Unionsparteien hat sich bei den Bundesbürgern auch die Erwartung an die wirtschaftliche Entwicklung verändert. 19 Prozent sind nun der Ansicht, dass diese sich verbessern werde, das sind 2 Prozentpunkte mehr als vor der Wahl. Zudem geht die Zahl derer, die von einer Flaute ausgehen, deutlich zurück. 33 Prozent meinen, die wirtschaftlichen Verhältnisse werden sich verschlechtern - immerhin 5 Prozentpunkte weniger.

Quelle: ntv.de, jmü

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