Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Merkel überstrahlt alle Parteivorsitzenden

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Angela Merkel genießt das größte Vertrauen.

(Foto: REUTERS)

Die Bundeskanzlerin wird mit manchen tagespolitischen Streits gar nicht mehr in Verbindung gebracht und ist auch deshalb Deutschlands beliebteste Politikerin. Verbessern kann sich CSU-Chef Söder im Politikerranking, während CDU und SPD ein echtes Problem mit ihrer Parteispitze haben.

Auch zu Beginn des neuen Jahres führt Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ranking der beliebtesten Politiker in Deutschland an. Mit 59 von 100 Punkten liegt Merkel im ersten Politiker-Ranking 2020 unverändert an der Spitze. Ihr folgt Grünen-Chef Robert Habeck mit 50 Punkten. Rang drei teilen sich SPD-Finanzminister Olaf Scholz und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU mit jeweils 46 Punkten.

Den Zuspruch für Merkel erklärt sich Forsa-Chef Manfred Güllner auch aus Merkels Rückzug aus vielen tagespolitischen Debatten. "Das große Vertrauen gegenüber Angela Merkel zeigt, dass sie als eine Art Präsidenten-Kanzlerin wahrgenommen wird, die über dem Parteiengezänk steht", sagte Güllner der Mediengruppe RTL.

Starker Söder, schwache Parteichefs in SPD und CDU

Beliebteste Parteichefs sind der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock auf Platz 5. Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer rangiert mit 30 Punkten hinter Friedrich Merz (41 Punkte). Es folgen dahinter Christian Lindner und Franziska Giffey (jeweils 38 Punkte), Jens Spahn (37 Punkte) und Dietmar Bartsch (31 Punkte). Das Ende der Rangliste bilden Kevin Kühnert (29 Punkte), Katja Kipping (28 Punkte), Norbert Walter-Borjans (27 Punkte), Saskia Esken (24 Punkte), Alice Weidel (9 Punkte) und Alexander Gauland (8 Punkte).

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Im Vergleich zur Rangliste vom Oktober 2019 verbessern sich neben Markus Söder (plus 2 Punkte) nur Olaf Scholz und Christian Lindner (jeweils plus 1 Punkt). Die größten Verlierer sind Dietmar Bartsch (minus 5) und Katja Kipping (minus 4) sowie, mit jeweils 3 Punkten weniger, Annalena Baerbock, Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer.

"Von den neuen Parteivorsitzenden der CDU, CSU und SPD ist es nur Markus Söder gelungen, großen Rückhalt bei den eigenen Anhängern zu gewinnen. Annegret Kramp-Karrenbauer hat die unmittelbar nach ihrer Wahl große Zustimmung unter den CDU-Anhängern inzwischen verspielt", sagte Güllner. "Und Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans stoßen wie ihr Protegé Kevin Kühnert bei den wenigen der SPD verbliebenen Anhängern eher auf große Vorbehalte denn auf erwartungsvolle Akzeptanz."

Merz genießt Zuspruch in AfD

Für das Politiker-Ranking ermittelt Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL regelmäßig, wie hoch das Vertrauen der Bürger zu den einzelnen Politikern ist. "Bitte geben Sie für den jeweiligen Politiker an, bei wem das Land in guten Händen ist", werden die Befragten gebeten. Dabei können die Befragten ihre Einschätzung auf einer Skala von 0 ("ist überhaupt nicht in guten Händen") bis 100 ("ist voll und ganz in guten Händen") abgeben.

Das größte Vertrauen bei den eigenen Anhängern genießen Angela Merkel und Markus Söder mit jeweils 83 Punkten. Den geringsten Rückhalt bei den eigenen Anhängern haben die neue SPD-Spitze Norbert Walter-Borjans (41) und Saskia Esken (32) sowie der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert (38 Punkte). Den größten Vertrauens-Zuwachs bei den eigenen Anhängern haben Markus Söder mit 9 Punkten und Olaf Scholz mit 4 Punkten. Den größten Vertrauens-Verlust in der eigenen Anhängerschaft haben, mit jeweils 4 Punkten, Annalena Baerbock und Alexander Gauland.

Merkel genießt nicht nur bei den eigenen Anhängern großes Vertrauen, sondern auch bei den Anhängern der Grünen (67 Punkte), der SPD (63 Punkte), der FDP (58 Punkte) und der Linke (46 Punkte). Lediglich die AfD-Anhänger bewerten sie mit 17 Punkten extrem schlecht. Friedrich Merz hingegen wird von den AfD-Anhängern mit 58 Punkten noch besser bewertet als Alice Weidel (57 Punkte) und Alexander Gauland (54 Punkte). Bei den CDU-Anhängern kommt Merz auf 60 Punkte.

Quelle: ntv.de, shu