Politik

E-Mails von Demokraten geknackt Obama verdächtigt Putin nach Hackerangriff

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Der russische Präsident könnte den Befehl für das Hacking gegeben haben, sagt US-Präsident Obama.

(Foto: AP)

Durch geleakte E-Mails der US-Demokraten wird deutlich: Der Parteivorstand ist voreingenommen und will nur Hillary Clinton als Kandidatin. US-Präsident Obama hält es für denkbar, dass Russland dahintersteckt.

US-Präsident Barack Obama hält es für möglich, dass Russland aktiv versucht, die Wahlen in den USA zu beeinflussen. In einem Interview des Senders NBC schloss Obama nicht aus, dass Russland hinter dem Hacking von E-Mails beim Vorstand der US-Demokraten steckt.

Die Veröffentlichung der E-Mails durch die Enthüllungsplattform Wikileaks kurz vor Beginn des Parteitages in Philadelphia hatte großen Wirbel ausgelöst. Daraus ging hervor, dass der Parteivorstand von vornherein stark zugunsten von Hillary Clinton voreingenommen war. Das hatte ohnehin enttäuschte Anhänger ihres unterlegenen Rivalen Bernie Sanders neu erzürnt.

Obama verwies darauf, dass die Bundespolizei FBI zwar noch ermittle, aber Experten das Hacking Russland zuschrieben. Es sei möglich, dass Kremlchef Wladimir Putin den Republikaner Donald Trump einer demokratischen Präsidentin Hillary Clinton vorziehe. "Ich stütze mich auf das, was Mr. Trump selber gesagt hat", so Obama. "Und ich glaube, dass Trump drüben in Russland eine ziemlich positive Berichterstattung erhalten hat."

"Es gibt Beweise"

Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte eine Verwicklung Moskaus in die Affäre kurz zuvor dementiert. "Das ist ein weiterer Versuch, Russland in den US-Wahlkampf zu ziehen", meinte er. Auch Außenminister Sergej Lawrow sprach von "unseriösen" Verdächtigungen.

Anders als Obama legten sich die Demokraten  fest und machten Russland für den Hackerangriff verantwortlich. "Es gibt Beweise, dass staatliche russische Täter in das Parteisystem eingebrochen sind und es gibt Experten, die sagen, sie wollen mit der Veröffentlichung Donald Trump helfen", sagte Hillary Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook.

Quelle: ntv.de, hul/dpa