Xi Jinpings Leihgabe"Panda-Diplomatie": China schickt zwei Tiere in die USA

Peking pflegt seit Jahrzehnten seine diplomatischen Beziehungen mit ausgeliehenen Pandas. Nun landen Ping Ping und Fu Shuang nach langem Flug wohlbehalten im Zoo Atlanta. Xi Jinping hatte den Umzug erst wenige Tage zuvor persönlich angekündigt.
Zwei von China an die USA ausgeliehene Riesenpandas sind wohlbehalten an ihrem Zielort eingetroffen. Ping Ping and Fu Shuang landeten im Zuge von Chinas "Panda-Diplomatie" an Bord einer Sondermaschine nach 16 Stunden Flug in Atlanta, wie der dortige Zoo mitteilte. Die Einrichtung äußerte sich "hocherfreut", Ping Ping und Fu Shuang in der Stadt willkommen zu heißen.
"Dies ist ein aufregender Tag für den Zoo Atlanta und ein historischer Moment für die Stadt Atlanta, den Bundesstaat Georgia und darüber hinaus", erklärte Zoodirektor Raymond King. Zuletzt beherbergte der Zoo Atlanta zwischen 1999 und 2024 Pandas aus China. Die beiden 1999 ausgeliehenen Tiere und ihr im Zoo Atlanta geborener Nachwuchs kehrten nach Ende der Vertragszeit vor zwei Jahren nach Chengdu zurück.
Die beiden Neuankömmlinge Ping Ping und Fu Shuang wurden 2020 geboren. Zur Vorbereitung auf ihre Ankunft hat der Zoo Atlanta seine Panda-Anlagen renoviert und ein Team von Tierpflegern zusammengestellt. Zudem wurde eine dauerhafte Versorgung mit Bambus gewährleistet, der vor Ort angebaut wird.
Das Frachtflugzeug mit den beiden Pandas war zuvor in Chengdu gestartet. Für ihre Verpflegung während des Fluges waren gedämpfte Maisbrötchen, Bambussprossen und Karotten vorbereitet worden, wie die staatliche chinesische Zeitung "Global Times" berichtete. Der Zeitung zufolge hatte Washington erfahrene Tierpfleger entsandt, um das Panda-Paar auf seinem Flug in die USA zu begleiten.
Die Boeing 777 mit dem Spitznamen "FedEx Panda Express" war laut der Tracking-Website Flightradar24 das am häufigsten aufgerufene Flugzeug, als es nach etwa der Hälfte der Strecke Kurs auf US-Territorium nahm. Chinas Staatschef Xi Jinping hatte den bevorstehenden Umzug der beiden Tiere am Donnerstag bei seinem Staatsbesuch in Washington angekündigt. Vor ihrer Abreise wurden Ping Ping und Fu Shuang in der Panda-Aufzuchtstation in Chengdu offiziell verabschiedet.
China setzt seit Jahrzehnten auf seine "Panda-Diplomatie", um die Beziehungen zu anderen Staaten zu pflegen. Die Tiere werden dabei nicht verschenkt, sondern gegen eine Leihgebühr für mehrere Jahre ins Ausland gegeben. Die ersten Pandas kamen in diesem Zusammenhang 1972 nach einem China-Besuch des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon in die Vereinigten Staaten.
Die Besucher in Atlanta müssen sich derweil noch etwas gedulden, bis sie Ping Ping and Fu Shuang zu Gesicht bekommen. Die beiden Pandas werden laut dem Zoo für eine "routinemäßige Quarantäne von etwa einem Monat" zunächst in einem separaten Bereich untergebracht.