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Deutscher posiert mit Enthaupteten Polizei nimmt Syrien-Rückkehrer fest

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Die Bundesanwaltschaft hat einen jungen Deutschen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Syrien festnehmen lassen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bis zum Frühjahr 2014 hält sich ein junger Deutscher im Bürgerkriegsland Syrien auf. Dabei beteiligt er sich offenbar an Kriegsverbrechen, die im Internet fotografisch dokumentiert sind. Nun wird der 20-Jährige in Hessen festgenommen.

Die Bundesanwaltschaft hat in Hessen einen 20 Jahre alten Deutschen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Syrien festnehmen lassen. Der Mann werde verdächtigt, im Frühjahr 2014 im syrischen Bürgerkrieg Menschen "in schwerwiegender Weise entwürdigend und erniedrigend behandelt zu haben", teilte die Bundesanwaltschaft mit. Unter anderem soll er mit abgetrennten Köpfen von Getöteten posiert haben.

Der Tatverdächtige wurde von Beamten des hessischen Landeskriminalamtes im Großraum Frankfurt festgenommen. Auch seine Wohnung wurde durchsucht. Der Mann soll sich bis April 2014 in Syrien aufgehalten und sich einer namentlich nicht näher bekannten Gruppierung im Kampf gegen das Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad angeschlossen haben.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der Mann vor abgetrennten und auf Stecken aufgespießten Köpfen von zwei im Bürgerkrieg getöteten Menschen posiert haben. Die Fotos seien über ein soziales Medium verbreitet worden. Der Haftbefehl war vom Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) bereits am 8. Oktober erlassen worden.

Quelle: ntv.de, cri/dpa