Politik

Jahrelang in russischer HaftPutin lässt pensionierten US-Lehrer Stephen Hubbard frei

21.10.2026, 12:09 Uhr
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Spielball der Geschichte: Stephen Hubbard an Putins Geburtstag, dem 7. Oktober 2024, in einem Gefängnis in Moskau. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der US-Bürger Stephen Hubbard soll mit Essensentzug und Elektroschocks gefoltert worden sein und verbrachte in Russland Jahre hinter Gittern. Nun gibt sich Kremlchef Putin gnädig, und der US-Sondergesandten Witkoff bedankt sich prompt.

Der in Russland inhaftierte US-Bürger Stephen Hubbard ist frei. Dies teilte Kremlchef Wladimir Putin während eines Besuch des US-Gesandten Steve Witkoff in St. Petersburg mit, wie die russischen Nachrichtenagenturen übereinstimmend meldeten. Hubbard halte sich am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg auf. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Witkoff bedankte sich den Berichten zufolge bei Putin für die Freilassung des US-Bürgers. Weitere Einzelheiten zu den Umständen von Hubbards Freilassung wurden nicht bekannt.

US-Präsident Donald Trump hatte Putin nach eigenen Angaben um Hubbards Freilassung gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Trump sagte, er habe "ausführlich" mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.

Die Inhaftierung Hubbards durch Russland war nach dem Großangriff auf die Ukraine im Februar 2022 zunächst geheimgehalten worden. Nach mehr als zweijähriger Inhaftierung wurde er dann vor Gericht gestellt. Die russischen Ermittler gaben an, der frühere Lehrer sei einem ukrainischen Verteidigungsbataillon beigetreten und habe dafür "mindestens tausend Dollar" Sold pro Monat erhalten. Er selbst bestritt die Vorwürfe. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Zur Zeit seiner Verurteilung war Hubbard 72 Jahre alt. Ein früherer ukrainischer Mitgefangener berichtete im Herbst 2024, der US-Bürger sei wie viele andere Inhaftierte mit Essensentzug und Elektroschocks gefoltert worden.

US-Präsident Trump war in jüngster Zeit Russland noch einmal auffällig entgegengekommen. Kürzlich schloss er einen Diesel-Deal mit Putin ab, dann setzte er geplante Sanktionen gegen Russland aus. Auch forderte Trump die Ablösung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser warf den USA vor, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten und die Lieferung von Luftabwehrwaffen zurückzuhalten. Auch beklagte er eine Drosselung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starshield, das für die Armee eine wichtige Rolle spielt.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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