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RTL/n-tv Trendbarometer SPD-Länderchefs büßen an Beliebtheit ein

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Die Politik von Michael Müller und Manuela Schwesig kann deren Landsleute nicht überzeugen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer macht seine Arbeit als Ministerpräsident in Deutschland am besten? Der beliebteste Politiker im "Ländle" ist keine Überraschung, da der Grüne Kretschmann nicht nur Anhänger seiner Partei zufriedenstellt. Andere Länderchefs können dagegen nicht mit weitverbreiteter Sympathie punkten.

Zwei sozialdemokratische Ministerpräsidenten sind die Verlierer des aktuellen RTL/n-tv Trendbarometers. Während Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im Ranking der beliebtesten Länderchefs ganz hinten liegt, verbucht Ministerpräsidentin Manuela Schwesig aus Mecklenburg-Vorpommern die meisten Verluste im Vergleich zur Erhebung im vergangenen Jahr.

Mit der Arbeit von Müller sind 67 Prozent der Berliner nicht zufrieden, nur 27 Prozent sind zufrieden. Damit ist der Zustimmungswert des SPD-Politikers gegenüber Ende 2017 noch einmal um elf Prozentpunkte gesunken. Auch unter den SPD-Kollegen gibt es für Müller nur von 42 Prozent eine positive Resonanz. Im Vergleich zum Ranking im Sommer 2018 ist Schwesig um zehn Prozentpunkte abgerutscht. Vor einem Jahr waren noch 53 Prozent ihrer Landsleute zufrieden - jetzt sind es nur noch 43 Prozent.

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Ist und bleibt der beliebteste Ministerpräsident: Winfried Kretschmann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Baden-Württemberger Winfried Kretschmann ist dagegen weiterhin der beliebteste Ministerpräsident in Deutschland. Wie schon 2017 und 2018 sind seine Landsleute mit der Arbeit des Grünen einverstanden. Auf den Plätzen zwei und drei folgen, wie schon im Vorjahr, Daniel Günther aus Schleswig-Holstein und Stephan Weil aus Niedersachsen.

In allen Bundesländern - mit Ausnahme des Stadtstaates Bremen, in dem gerade ein Wechsel im Amt des Präsidenten des Senats bevorsteht - wurden fast 8000 Bürger gebeten, für das RTL/n-tv Trendbarometer anzugeben, ob sie mit der Arbeit ihrer jeweiligen Regierungschefs zufrieden oder unzufrieden sind.

Laschet überzeugt nur CDU-Anhänger

Zu den beliebtesten Regierungschefs in Deutschland zählt auch der Hamburger Peter Tschentscher, dessen Arbeit von ähnlich vielen Hanseaten positiv bewertet wird wie die seines Vorgängers Olaf Scholz. Auf Rang fünf rangiert der Linke Bodo Ramelow aus Thüringen, knapp vor dem Hessen Volker Bouffier und Malu Dreyer aus Rheinland-Pfalz.

Den größten Sprung nach oben schafft Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident konnte gegenüber dem Sommer 2018 um 18 Prozentpunkte zulegen, von 31 auf 49 Prozent. Stark zulegen konnten auch drei weitere Ministerpräsidenten der Union: Der Saarländer Tobias Hans (plus 11 Prozentpunkte), Volker Bouffier (plus 10) und der Sachse Michael Kretschmer (plus 7).

Kretschmanns unverändert hoher Zufriedenheitswert beruht nach Analyse des Meinungsforschungsinstituts Forsa darauf, dass nicht nur 89 Prozent der Grünen-Anhänger mit ihm zufrieden sind, sondern auch eine große Mehrheit der Anhänger der CDU (74 Prozent) und der SPD (72 Prozent). Eine solche parteiübergreifende Zustimmung haben auch die anderen Regierungschefs mit hohen Zufriedenheitswerten (wie Günther, Weil oder Tschentscher).

Bei Armin Laschet hingegen kommt die relativ niedrige Zufriedenheit mit seiner Arbeit in Nordrhein-Westfalen dadurch zustande, dass nur die Anhänger der CDU mit seiner Arbeit einverstanden sind (80 Prozent). Bei den Anhängern der meisten anderen Parteien überwiegt die Unzufriedenheit. Selbst die Anhänger des Koalitionspartners FDP sympathisieren nur zu 54 Prozent mit Laschet.

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Quelle: n-tv.de, joh/fzö

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