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Dieses Treffen zwischen den Nationalspielern Özil und Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan veranlasste den SPD-Politiker zu seinem rassistischen Facebook-Post.
Dieses Treffen zwischen den Nationalspielern Özil und Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan veranlasste den SPD-Politiker zu seinem rassistischen Facebook-Post.(Foto: picture alliance / Uncredited/Po)
Donnerstag, 24. Mai 2018

"Zwei Ziegenficker": SPD-Stadtrat beleidigt Özil und Gündogan

Ein SPD-Stadtrat aus Hessen leistet sich auf Facebook eine schwere rassistische Entgleisung: Er bezeichnet Mesut Özil und Ilkay Gündogan als "Ziegenficker". Nun entschuldigt sich der Kommunalpolitiker. Die CDU fordert dennoch seinen Rücktritt.

Ein SPD-Politiker aus dem osthessischen Bebra hat die beiden türkischstämmigen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan wegen ihres Treffens mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schwer beleidigt. Der Erste Stadtrat Bernd Holzhauer kommentierte auf seinem privaten Facebook-Account die vorläufige Auswahl des DFB für die Weltmeisterschaft mit den Worten: "das vorläufige deutsche Aufgebot zur WM - 25 Deutsche und zwei Ziegenficker".

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Dafür entschuldigte er sich nun. Holzhauer sagte: "Das war eine Situation, wo mir die Pferde durchgegangen sind und wo ich vielleicht nicht gleich überlegt habe." Auch die hessische SPD entschuldigte sich bei Özil und Gündogan. "Was Bernd Holzhauer auf Facebook gepostet hat, ist absolut inakzeptabel und missachtet alle politischen, gesellschaftlichen und menschlichen Werte, für die unsere Partei steht", erklärte SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser. Trotz Entschuldigung bleibe ein Schaden. "Deshalb erwarte ich, dass die Verantwortungsträger der SPD in Bebra jetzt sehr kritisch und sehr schnell überprüfen, welche Konsequenzen aus dem Vorgang zu ziehen sind."

"Das war scheiße"

Holzhauer betonte, nicht ausländerfeindlich zu sein. Er sei verärgert gewesen, dass sich die beiden deutschen Kicker mit einem Staatspräsidenten von zweifelhaftem Ruf fotografieren ließen. "Aber ich möchte das jetzt auch nicht schönreden: Das war scheiße. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich dadurch beleidigt fühlen. Die Wortwahl war nicht gut." Er bereue die Sache.

Der bereits vor einigen Tagen erschienene Eintrag auf dem privaten Account des Kommunalpolitikers ist mittlerweile gelöscht. Die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine ", die zuvor berichtet hatte, veröffentlichte ein Bildschirm-Foto des Kommentars.

Die örtliche CDU forderte Holzhauer zum Rücktritt auf. Der CDU-Vorsitzende des Kreisverbands Hersfeld-Rotenburg, Timo Lübeck, sagte: "Wer so menschenverachtend über deutsche Nationalspieler mit Migrationshintergrund redet, sollte überlegen, ob er in einem öffentlichen Amt tragbar ist." Holzhauer sagte, er wolle nicht von seinem Ehrenamt zurücktreten, er werde sich bessern.

Quelle: n-tv.de