Politik

RTL/n-tv-Trendbarometer SPD kann ein bisschen zulegen

f84184dcbdfecf340c4a2878396776b5.jpg

Anfang des Jahres stand die SPD bei 15 Prozent, nun bei 13.

(Foto: dpa)

Bei der letzten Forsa-Umfrage in diesem Jahr kann nur die SPD ein wenig zulegen. Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt, wie stark sich die Sympathien verschoben haben.

Im letzten RTL-/n-tv-Trendbarometer in diesem Jahr bleiben die Parteipräferenzen weitgehend unverändert - einzig die SPD kann sich auf Wochensicht leicht verbessern. Würde am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt, kämen die Sozialdemokraten mit ihrer neuen Spitze nun auf 13 Zähler. Die Linke gibt einen Punkt ab und steht bei 8 Prozent. Die Union bleibt zum Jahresende unverändert bei 28 Prozent, die FDP bei 8, die Grünen bei 22 und die AfD bei 13 Zählern.

Ein grün-rot-rotes Wählerlager (Grüne, SPD und Linke) liegt somit mit zusammen 43 Prozent weiterhin 7 Prozentpunkte hinter einem schwarz-grünen Bündnis mit zusammen 50 Prozent und wäre somit auch am Jahresende nicht regierungsfähig. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent in etwa dem bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

Im Vergleich zu den Werten vom Anfang dieses Jahres verlieren Union und SPD Sympathien: Der "Jahresendwert" der CDU/CSU liegt mit 28 Prozent vier Punkte unter dem Wert zu Beginn des Jahres (32 Prozent). Und die SPD ist am Jahresende mit 13 Prozent noch schwächer als im Januar mit 15 Prozent. Die Werte für FDP, Linke und AfD entsprechen Ende des Jahres weitgehend denen vom Januar. Höheren Zuspruch als im Januar haben indes nun allein die Grünen sowie die sonstigen Parteien, die am Jahresende einen um jeweils drei Punkte höheren Wert als im Januar haben.

Bei der Kanzlerpräferenz liegt SPD-Vizekanzler Olaf Scholz mit 31 Prozent im direkten Duell deutlich vor CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit 15 Prozent. Im Vergleich zum Jahresanfang hat Scholz seinen Beliebtheitswert um neun Punkte verbessern können, obwohl er bei Rennen um den SPD-Vorsitz das Nachsehen hatte. Dagegen ist die Jahresbilanz für Kramp-Karrenbauer ernüchternd: Ihr Zustimmungswert geht von 43 Prozent um fast zwei Drittel auf 15 Prozent zurück.

Grünen-Chef Robert Habeck kann sich zum Jahresende mit 32 Prozent weiterhin deutlich gegen AKK durchsetzen, die in dieser Konstellation lediglich 16 Punkte erhielte. In der Frage Habeck und Scholz liegen beide mit jeweils 25 Prozent gleichauf.

Am Jahresende trauen wie schon Anfang des Jahres nur wenige Bundesbürger (4 Prozent) der SPD zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Der Union würden 20 Prozent der Befragten diese Fähigkeit zuschreiben - fünf Punkte weniger als zu Jahresbeginn. 11 Prozent schreiben den Grünen und ebenso 11 Prozent den sonstigen Parteien politische Kompetenz zu. 54 Prozent glauben, keine Partei könne die Probleme in Deutschland lösen.

Forsa hat nach eigenem Bekunden für die Wahlentscheidung in der Zeit vom 16. bis zum 20. Dezember 2501 Wahlberechtigte befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten. Der Erhebung zur politischen Präferenz lagen die Angaben von 1008 Befragten zugrunde.

Quelle: ntv.de, bdk

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.