RTL/ntv-TrendbarometerSPD legt leicht zu, AfD hängt Union weiter ab
Nachdem die SPD in der Vorwoche auf einen absoluten Tiefpunkt fällt, können die Sozialdemokraten im neuen Trendbarometer etwas aufatmen. Die AfD hält ihren deutlichen Vorsprung vor CDU und CSU, während Bundeskanzler Merz nicht aus seinem Dauertief findet.
Dreieinhalb Wochen vor der parlamentarischen Sommerpause zeichnet sich kein Stimmungswandel zugunsten der Regierungsparteien ab. Im Trendbarometer von RTL und ntv verlieren CDU und CSU einen Prozentpunkt, der kleine Koalitionspartner SPD legt einen Punkt zu. Damit stehen die Sozialdemokraten leicht besser da als in Vorwoche, in der die Partei auf einen absoluten Tiefpunkt gefallen war. Für die Union bedeutet der Punktverlust, dass sich ihr Rückstand auf die unverändert vorn liegende AfD wieder auf sechs Prozent vergrößert.
Bei den übrigen Parteien ergeben sich keine Veränderungen bei den Zustimmungswerten. Würde in dieser Woche gewählt, fielen die Zustimmungswerte wie folgt aus:
AfD 27 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent)
CDU/CSU 21 Prozent (28,5 Prozent)
Grüne 15 Prozent (11,6 Prozent)
SPD 12 Prozent (16,4 Prozent)
Linke 11 Prozent (8,8 Prozent)
FDP 5 Prozent (4,3 Prozent)
BSW 3 Prozent (4,981 Prozent)
Auf die sonstigen Parteien entfallen wie in der Vorwoche 6 Prozent der Befragten-Stimmen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit aktuell 26 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).
Bei der Frage nach der politischen Kompetenz rückt die AfD auf Platz eins vor: 14 Prozent der Befragten nennen die AfD als jene Partei, die mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde - ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. CDU und CSU liegen weiter bei 13 Prozent. Die Grünen verlieren leicht, fallen von 8 auf 7 Prozent. Die Linke legt etwas zu mit nun 5 statt 4 Prozent. 3 Prozent der Befragten nennen sonstige Parteien, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Keiner Partei trauen 53 Prozent der Befragten politische Kompetenz zu, ein Minus von zwei Punkten.
Bundeskanzler Friedrich Merz, der derzeit beim G7-Gipfel in Évian weilt, bekommt keinen Autoritätsschub aus der Heimat: Unverändert wenige 14 Prozent sind mit der Arbeit des deutschen Regierungschefs zufrieden. Der Anteil der Unzufriedenen steigt dagegen leicht um einen Punkt auf 85 Prozent.
Unter den Anhängern von CDU und CSU ist der Anteil derjenigen, die mit Merz zufrieden sind, mit 43 Prozent noch am höchsten. Doch selbst in dieser Wählergruppe ist eine Mehrheit von 55 Prozent unzufrieden. Unter den SPD-Anhängern liegt das Verhältnis bei 15 Prozent Zufriedenen zu 84 Prozent Unzufriedenen. Unter den Grünen-Anhängern sind 10 Prozent zufrieden mit der Arbeit des CDU-Vorsitzenden im Kanzleramt, 89 Prozent sind unzufrieden. Unter den Anhängern von AfD und Linke liegt der Anteil der Unzufriedenen bei jeweils 2 Prozent, der Anteil der Zufriedenen bei 97 beziehungsweise 98 Prozent.
Spürbar schlechter fällt die wirtschaftliche Stimmungslage im neuen RTL/ntv-Trendbarometer aus: Nur noch 11 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in den kommenden Jahren verbessern werden - zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Von einer Verschlechterung gehen unverändert 65 Prozent aus.
Als wichtigstes Thema der Woche wird von 41 Prozent der Befragten der Themenkomplex "Bundesregierung/Koalition" genannt, gefolgt von "Iran, Krieg im Nahen Osten" mit 31 Prozent. Die allgemeine wirtschaftliche Lage treibt 27 Prozent der Befragten um. 20 Prozent nennen den Krieg in der Ukraine. In der teilweise vor dem Start der Fußballweltmeisterschaft erhobenen Umfrage nennen 15 Prozent die WM in den USA. Die Debatte über eine Rentenreform, zu der die eigens einberufene Reformkommission dieser Tage Vorschläge vorlegen soll, nennen 10 Prozent der Befragten. Auf ebenfalls 10 Prozent kommt die Situation in den USA.
Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 9. und 15. Juni erhoben. Datenbasis: 2500 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.
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