Politik

Attacke auf US-Botschaft in Sarajevo Scharfschütze verletzt Angreifer

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Der Schütze läuft ungeschützt durch Sarajevo und feuert anschließend auf die US-Botschaft.

(Foto: REUTERS)

Ein mit einem Schnellfeuergewehr bewaffneter Mann beschießt die US-Botschaft im bosnischen Sarajevo und verletzt dabei einen Polizisten schwer. Bei dem Angreifer handelt es sich offenbar um einen radikalen Islamisten aus dem Nachbarland Serbien. Der 23-Jährige wird von einem Scharfschützen niedergeschossen und verletzt.

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Die Polizei riegelt das Gelände rund um die Botschaft komplett ab.

(Foto: AP)

Nach Schüssen vor der US-Botschaft in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo ist ein mutmaßlicher Islamist verletzt und festgenommen worden. Der Mann habe Schüsse aus einer automatischen Waffe abgegeben, sagte ein Polizeisprecher dem staatlichen Fernsehsender BHT. Der muslimische Vertreter im dreiköpfigen bosnischen Staatspräsidium, Bakir Izetbegovic, sprach von einem "terroristischen Akt".

Sicherheitskräfte hätten den Schützen verwundet und festgenommen, sagte der Polizeisprecher. Der Mann sei vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Der staatliche Rundfunk hatte zuvor berichtet, ein Scharfschütze habe den Mann erschossen.

Auswirkungen des Bosnien-Krieges

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Ein Scharfschütze schießt den Angreifer schließlich nieder.

(Foto: REUTERS)

Ersten Rundfunkberichten zufolge gab der Mann rund 40 Schüsse aus einer Kalaschnikow ab. Weiter hieß es, er habe auf das Botschaftsgebäude gezielt. Der etwa 40-Jährige sei Mitglied der islamistischen Wahhabisten-Bewegung. Die Wahhabisten vertreten eine strenge Form des Islam, die auf einer wörtlichen Koran-Auslegung basiert. Der vor allem in Saudi-Arabien vertretenen Bewegung gehört in Bosnien-Herzegowina nur eine kleine Minderheit an.

Eine Sprecherin der US-Botschaft in Sarajevo bestätigte, dass es zu einem "Vorfall" vor dem Botschaftsgebäude gekommen sei. Die Botschaft sei vorübergehend abgeriegelt worden. Medienberichten zufolge waren zahlreiche Polizeifahrzeuge rund um das Botschaftsgelände im Einsatz. Die Sicherheitskräfte suchten nach möglichen Komplizen. Zwei Polizisten seien bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

Während des Bosnienkrieges zwischen 1992 und 1995 kamen zahlreiche Freiwillige aus muslimischen Ländern in das Land, um ihre Glaubensbrüder im Kampf gegen Serben und Kroaten zu unterstützen. Viele von ihnen blieben nach Kriegsende und bekamen die bosnische Staatsbürgerschaft.

Quelle: ntv.de, dpa