Politik

Haarspalterei in München Schill-Ergebnis am Montag

Das Ergebnis der in München genommenen Haarprobe des Hamburger Innensenators Ronald Schill soll voraussichtlich zu Beginn der kommenden Woche vorliegen. "Es finden am Wochenende noch weitere Messungen statt", sagte der zuständige Toxikologe der Münchner Gerichtsmedizin, Hans Sachs, am Freitag. Vor Montagmorgen sei daher kein endgültiges Resultat zu erwarten.

Schill hatte die Haarprobe am Montag abgegeben, mit der er den Kokain-Gerüchten um seine Person ein Ende machen will. In der NDR-Sendung "Panorama" hatte ein Mann erzählt, er habe unter anderem bei einer Feier zum Wahlerfolg der Schill-Partei am 23. September auf einem Ausflugsschiff beobachtet, wie sich der Senator "weißes Pulver" mit dem Finger auf das Zahnfleisch gerieben habe. Auch habe Schill das Pulver anderen Personen angeboten.

Schill hatte mehrfach versichert, er nehme keine Drogen. Gleichzeitig hatte er eine Verleumdungsklage gegen Personen angekündigt, die solche Behauptungen erheben. Nach der Abgabe der Haarprobe machte Schill dem NDR erneut schwere Vorwürfe. Gegen ihn werde eine "Schmutzkampagne nach dem Stasi-Handbuch" geführt, sagte Schill.

Gerüchte um Augenzeugen

Bei dem anonymen Augenzeugen handelt es sich laut "Bild"-Zeitung um einen 27-jährigen Parteigänger von Schill, der vor geraumer Zeit dessen Führungsstil kritisiert haben soll und daraufhin als "Gutmensch abgekanzelt" worden sei. Parteifreunde vermuteten deshalb hinter den Vorwürfen den "Racheakt eines Frustrierten".

"Panorama"-Redaktionsleiter Kuno Haberbusch erklärte, seine Redaktion habe die Glaubwürdigkeit des Zeugen überprüft und sei von dessen detailreicher Schilderung überzeugt gewesen.

Quelle: ntv.de

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