Politik

Völkermord in Darfur Spielberg schreibt Hu Brief

Der US-Regisseur Steven Spielberg setzt die chinesische Regierung vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking wegen des Konflikts in der sudanesischen Krisenregion Darfur unter Druck. "Ich schreibe Ihnen jetzt mit erneuter Dringlichkeit in der Hoffnung, dass China seine Bemühungen verdoppeln wird, den Sudan zu einem fairen Friedensabkommen zu bewegen und den Völkermord in Darfur zu beenden", hieß es in einem Brief Spielbergs an den chinesischen Präsidenten Hu Jintao.

China - ein wichtiger Investor in Sudans Öl-Industrie - wird beschuldigt, die Regierung in Khartum mit Waffen zu versorgen, die am Ende auch in Darfur zum Einsatz kommen. Internationalen Beobachtern zufolge sind im Darfur-Konflikt seit dem Beginn des Aufstands gegen die Regierung vor viereinhalb Jahren rund 200.000 Menschen getötet worden.

An der Gestaltung der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele sind Künstler und Choreographen aus aller Welt beteiligt. Spielberg gehört zum Beraterstab des hauptverantwortlichen chinesischen Filmemachers Zhang Yimou. Bereits im Sommer hatte der US-Regisseur wegen der chinesischen Sudan-Politik gedroht, sich aus dem Projekt zurückzuziehen.

Quelle: ntv.de

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