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Mindestens 7,5 Prozent mehr Studentenwerk fordert Bafög-Erhöhung

Geld vom Staat: Das steht nicht nur Studenten mit dem Bafög zu, sondern auch manchen Berufstätigen in der Weiterbildung. Foto: Friso Gentsch

Bis zu 670 Euro bekommen Studenten monatlich, wenn sie Anspruch auf Bafög haben. Falls nicht, bleibt häufig nur die Möglichkeit, sein Studium über Privatkredite oder Jobs zu finanzieren.

dpa

Hunderttausende Studenten sind während ihrer Ausbildung auf Bafög angewiesen. Seit Jahren tut sich bei der Höhe der Förderung jedoch nichts. Nach Ansicht der Studentenwerke muss deshalb nun gleich an mehreren Stellen nachgebessert werden.

Die Bafög-Sätze müssen aus Sicht des Deutschen Studentenwerks um mindestens 7,5 Prozent erhöht werden. Darüber hinaus sollten die Elternfreibeträge um mindestens 10 Prozent steigen, forderte Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde zum Auftakt des Jahrestreffens der Bafög-Verantwortlichen aller Studentenwerke. Die Forderungen werden laut, weil in der Anpassung der Ausbildungsförderung seit über vier Jahren Stillstand herrscht. Die Studentenwerke erwarten nun, dass Bund und Länder rasch zu einer Einigung kommen.

Die Erhöhung der Bafög-Sätze und Elternfreibeträge sei nötig, um zumindest die Entwicklung der Preise und Einkommen seit 2010 auszugleichen, erklärte Meyer auf der Heyde.

Höchstsatz seit vier Jahren unangetastet

Nach einem Bericht des Deutschen Studentenwerks wurden im Wintersemester 2012/2013 bundesweit rund 424.000 Studenten gefördert. 38 Prozent davon erhielten den Höchstsatz von 670 Euro. Die durchschnittliche Fördersumme lag im Jahr 2012 bei 448 Euro pro Monat

Nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz unterstützt der deutsche Staat junge Menschen, die sich ein Studium nicht oder nur schwer leisten können. Seit 2010 beträgt der maximale Fördersatz 670 Euro im Monat. Bafög wird in der Regel zur Hälfte als Zuschuss und zinsloses Darlehen gezahlt. Der Bund übernimmt dabei 65 Prozent der Kosten, die Länder zahlen 35 Prozent. Die Förderungsanträge werden in fast allen Bundesländern von den Studentenwerken bearbeitet.

Quelle: n-tv.de, fst/dpa

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