Politik

Umstrittene Seegrenze betroffen Südkorea gibt Entwarnung

3acg1336.jpg3339540113510656005.jpg

Südkoreanische Medien melden die ersten Einschläge von Artilleriegeschossen aus dem Norden (Archivbild).

(Foto: dpa)

Nordkorea ist offenbar noch immer verärgert über den Besuch von US-Präsident Obama vor wenigen Tagen in Südkorea. Nun beginnt das Regime wieder an der gemeinsamen Seegrenze beider Staaten zu schießen - Südkorea zeigt sich "umfassend vorbereitet".

Nach den jüngsten Schießübungen Nordkoreas hat Südkorea vorerst Entwarnung gegeben. Der Süden hatte sich zuvor gegen eventuelle Provokationen gewappnet. Nordkoreas Küstenartillerie habe am Dienstag innerhalb von zehn Minuten nur rund 50 Granaten verschossen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Alle seien auf nordkoreanischer Seite ins Wasser gefallen. "Südkoreas Streitkräfte sind aber weiter in Alarmbereitschaft".

In der Seeregion liegen mehrere südkoreanische Inseln. Die dortigen Bewohner wurden TV-Berichten zufolge vom Militär aufgefordert, Zuflucht in Schutzbunkern zu suchen. Eine ähnliche Militärübung in der Region hatte Ende März zu einem Scharmützel zwischen Nord- und Südkorea geführt.

Der Norden habe den Süden über die Übungen mit scharfer Munition in der Nähe der Inseln Yeonpyeong und Baengnyeong informiert, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. "Unser Militär ist umfassend vorbereitet." Südkoreanische Fischerboote in der Gegend seien aufgefordert worden, sich zurückzuziehen.

Übung im März eskalierte

Es sind bereits die zweiten Militärmanöver des Nordens an der Seegrenze in weniger als einem Monat. Übungen des nordkoreanischen Militärs am 31. März waren eskaliert - beide Länder lieferten sich einen stundenlangen Schusswechsel mit schwerer Artillerie.

Zuletzt hatte Nordkoreas Führung als Reaktion auf den Besuch von US-Präsident Barack Obama in Südkorea demonstrativ die militärische Einsatzfähigkeit des Landes überprüft. Seit Tagen warnen Experten zudem vor einem möglichen weiteren Atomwaffentest des stalinistisch geführten Landes.

Quelle: n-tv.de, vpe/ppo/dpa/AFP/rts

Mehr zum Thema