Politik
Die Angst, in die Kämpfe von Regierung und Opposition zu geraten, ist in der Zivilbevölkerung groß.
Die Angst, in die Kämpfe von Regierung und Opposition zu geraten, ist in der Zivilbevölkerung groß.(Foto: AP/dpa)
Freitag, 01. März 2013

Angeblich 72 Tote bei Aleppo: Syrer werfen Assad Massaker vor

Wieder machen Berichte über ein Massaker an der syrischen Zivilbevölkerung die Runde. Das größte Oppositionsbündnis wirft Regierungstruppen vor, 72 Menschen in dem Dorf Malkije getötet zu haben. Angeblich verbrannten die Soldaten etliche ihrer Opfer.

Die syrische Opposition hat die Regierungstruppen eines Massakers an 72 Menschen in einem Dorf nahe der Großstadt Aleppo beschuldigt. Die Opfer seien ermordet worden, nachdem die Truppen von Präsident Baschar al-Assad das Dorf Malkije im Osten der Provinz Aleppo gestürmt hätten, hieß es in einer Mitteilung des größten syrischen Oppositionsbündnisses Nationale Koalition.

Nach Angaben des Aktivistennetzwerks Pressezentrum von Aleppo sind unter den Opfern auch Kinder, Frauen und ältere Menschen. Ihnen sei vorgeworfen worden, mit den Rebellen der Freien Syrischen Armee kollaboriert zu haben. Es habe Fälle von Folter und Vergewaltigung gegeben, zudem seien Häuser in Brand gesteckt worden. Unter den 49 identifizierten Opfern seien sieben Kinder im Alter von acht Monaten bis zwölf Jahren. 23 weitere Opfer seien von Assads Truppen verbrannt worden und hätten nicht identifiziert werden können.

Uno soll Vorfall untersuchen

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte nach eigenen Angaben "Informationen" über den Tod "dutzender Zivilisten in Malkije nach einem Angriff der regulären Truppen". Die in London ansässige Beobachtungsstelle forderte die UNO auf, den Vorfall zu untersuchen. Die Regierungs Assads, sah sich wiederholt dem Vorwurf ausgesetzt, gezielt auch Zivilisten zu töten.

Berichte über Massaker oder Kämpfe von Regierungstruppen und Opposition in Syrien lassen sich kaum bestätigen. Eine unabhängige Berichterstattung ist angesichts der Sicherheitslage derzeit in der Regel nicht möglich.

Quelle: n-tv.de

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