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"Millionen illegaler Ausländer" Trump ordnet Großrazzia gegen Migranten an

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Trump hatte 2016 versprochen, illegale Einwanderung zu stoppen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In seinem ersten Wahlkampf um die US-Präsidentschaft versprach Trump, illegale Einwanderung zu stoppen. Bisher hat er das Wahlversprechen nicht eingelöst. Nun soll es laut Medienberichten eine groß angelegte Razzia gegen ausreisepflichtige Familien geben.

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge die Einwanderungsbehörde ICE angewiesen, bei einer Großrazzia ab Sonntag rund 2000 ausreisepflichtige Migrantenfamilien festzunehmen. Die Razzia werde mit nächtlichen Hausdurchsuchungen in bis zu zehn Städten beginnen, darunter Houston, Chicago, New York und Miami, berichteten die "Washington Post" und die Fernsehsender NBC und CNN am Freitag.

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Trump hatte am Montag die Ausweisung von "Millionen" illegalen Einwanderern angekündigt. Die Einwanderungsbehörde ICE werde in der kommenden Woche damit beginnen, "Millionen von illegalen Ausländern, die unerlaubterweise ihren Weg in die Vereinigten Staaten gefunden haben", zurückzubringen, schrieb Trump auf Twitter. "Sie werden so schnell zurückgeschickt, wie sie gekommen sind." Einzelheiten nannte er nicht.

Die Großrazzien gegen die Migrantenfamilien seien bereits geplant gewesen, nach Trumps Tweet seien die Planungen aber beschleunigt worden, hieß es in den Berichten. Laut CNN sieht der kommissarische Heimatschutzminister Kevin McAleenan zumindest Teile der Aktion kritisch. Laut der "Washington Post" hat er die ICE angewiesen, sich hauptsächlich auf rund 150 Familien zu konzentrieren, die während ihres Asylverfahrens untergetaucht sind.

Trump hatte im Wahlkampf 2016 versprochen, die illegale Einwanderung zu stoppen. Die Zahl der Migranten stieg seit Beginn seiner Amtszeit jedoch stetig an. Allein im Mai wurden an der US-Südgrenze 144.000 Einwanderer aufgegriffen, darunter 57.000 Minderjährige - das war die höchste Zahl seit 13 Jahren. Bei den meisten Migranten handelt es sich um Menschen aus El Salvador, Guatemala und Honduras, die vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern flüchten.

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Quelle: n-tv.de, fhe/AFP

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