Politik

Angriff im Norden von Syrien Türkische Artillerie tötet 55 IS-Kämpfer

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Mit Artilleriefeuer wehrt sich die Türkei gegen den Raketenbeschuss aus Syrien.

(Foto: AP)

Seit Monaten schlagen in der türkischen Grenzstadt Kilis regelmäßig Raketen aus Syrien ein. Die Türkei macht den Islamischen Staat für die Attacken und die Toten verantwortlich. Der türkische Vergeltungsschlag endet für Dutzende IS-Kämpfer tödlich.

Die türkische Armee hat Medienberichten zufolge 55 IS-Kämpfer bei Angriffen auf Stellungen des Islamischen Staates in Syrien getötet. Die in Grenznähe stationierte Artillerie habe am Samstagabend Ziele nördlich der Stadt Aleppo unter Beschuss genommen, melden türkische Nachrichtenagenturen. Dabei seien drei Raketenabschussbasen und drei Fahrzeuge des IS zerstört worden. Die Türkei bestätigte die Berichte bislang nicht.

Seit Jahresbeginn gerät die türkische Grenzstadt Kilis immer wieder von syrischer Seite aus unter Beschuss. Mindestens 21 Menschen wurden durch die Angriffe getötet. Die Türkei macht den IS für die Attacken verantwortlich und nimmt daher immer wieder Stellungen der Dschihadisten im Nachbarland unter Beschuss.

Die Türkei beteiligt sich seit vergangenem Sommer mit Luftangriffen am Kampf gegen den IS. Seitdem wurde das Land mehrfach von Anschlägen erschüttert, unter anderem in Ankara und Istanbul. Unter der Woche hatte der scheidende Ministerpräsident Ahmet Davutoglu angekündigt, dass die Türkei notfalls auch Bodentruppen nach Syrien entsenden werde, um sich gegen den IS zu verteidigen.

Die türkische Armee flog am Samstag außerdem Luftangriffe gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK im Nordirak. Dabei sollen Waffenstellungen und Verstecke zerstört worden sein. Das Militär geht seit Monaten gegen die PKK im Südosten der Türkei und im Nordirak vor, wo das Hauptquartier der Organisation liegt.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa