US-Wahl

Romney-Kür immer wahrscheinlicher Santorum gibt auf

Der Pullunder war Santorums Markenzeichen und sogar in seinem Fanshop erhältlich.

Nach aktuellen Umfragen hat keiner der möglichen republikanischen Gegenkandidaten derzeit eine Chance gegen Obama.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vorentscheidung im Vorwahlkampf der Republikaner: Rick Santorum steigt aus dem US-Präsidentschaftsrennen aus. Nach dem Rückzug seines größten Konkurrenten ist Mitt Romney damit ein halbes Jahr vor der Wahl so gut wie am Ziel. Seiner Kandidatur gegen Obama.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum will nach US-Medienberichten aus dem Vorwahlrennen ausscheiden. Das berichten Korrespondenten der Fernsehsender CNN und MSNBC sowie die "New York Times". 

Santorum lag im bisherigen Vorwahlkampf an zweiter Stelle. Er war bis zuletzt der ärgste Widersacher von Romney und konnte dem großen Favoriten Wahlsiege in elf Bundesstaaten entgegensetzen. Allerdings fiel er bei der wichtigen Delegiertenzahl für den Nominierungsparteitag der Republikaner im August immer deutlicher zurück. Während Romney bereits mehr als 625 Delegierte der 1144 benötigten sammeln konnte, kam Santorum bislang nicht mal auf die Hälfte.

Santorum hatte sich bereits in den vergangenen Tagen aus dem Rampenlicht zurückgezogen, damit er sich um seine kranke, dreijährige Tochter Bella kümmern konnte. Das Mädchen leidet an einer Behinderung und geriet wegen der Symptome immer wieder in Lebensgefahr.

Paul und Gingrich chancenlos

Durch den Rückzug von Santorum würde eine Nominierung des Multimillionärs Mitt Romney als republikanischer Gegenkandidat zum Amtsinhaber Barack Obama sehr wahrscheinlich werden. Die anderen verbliebenen Mitbewerber Ron Paul und Newt Gingrich haben wegen schwacher Wahrergebnisse bislang geringe Chancen, von der Partei aufgestellt zu werden.

Nach einer Umfrage kann Obama derzeit der Präsidentenwahl im November mit Gelassenheit entgegenschauen. Einer von der "Washington Post" und dem TV-Sender ABC in Auftrag gegeben Befragung zufolge liegt er derzeit klar vor seinen möglichen republikanischen Herausforderern.

51 Prozent der Befragten wollen demnach für Obama stimmen. Nur 44 Prozent würden für den Ex-Gouverneur und Multimillionär Mitt Romney votieren, schrieb das Blatt. Außerdem finden 64 Prozent der Amerikaner Obama sympathischer als seine möglichen Gegner.

Quelle: n-tv.de, cro/dpa/AFP

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