Politik

Helfer der Proxies im FokusUSA fahren im Wirtschaftskrieg gegen Iran weitere Geschütze auf

11.09.2026, 00:44 Uhr
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Hisbollah-Anhäger in Beirut bei der Trauerfeier für den getöteten Obersten Führer des Iran, Ali Chamenei. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Militärisch hat sich der Iran bis jetzt nicht geschlagen gegeben, deshalb versuchen die USA seit einigen Wochen, Teheran wirtschaftlich isolieren. Jetzt gibt es neue Sanktionen gegen Personen und Organisationen in der Region.

Die USA haben weitere Sanktionen gegen Unterstützer proiranischer Milizen verhängt, um Teheran wirtschaftlich zu isolieren. Das US-Finanzministerium teilte mit, man setzte Maßnahmen gegen Organisationen und Einzelpersonen um, die die Miliz Kataib Hisbollah und die libanesische Hisbollah unterstützten. Das Ressort von Finanzminister Scott Bessent warf den Gruppierungen vor, den "destabilisierenden Einfluss" des Irans im Nahen Osten zu verstärken und Teheran bei der Umgehung von Sanktionen zu unterstützen. 

Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach im Irak, im Libanon, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Türkei angesiedelt. "Die heutigen Sanktionen treffen den Kern von Irans gefährlichsten Stellvertreterorganisationen", hieß es.

Die irakisch-schiitische Kataib Hisbollah ist den Angaben nach "eine führende militante Gruppierung innerhalb der sogenannten 'Achse des Widerstands'". Zum regionalen Netzwerk aus vom Iran unterstützten Milizen zählt auch die im Jemen kämpfende Huthi-Miliz. Teheran unterstützt die Huthi ähnlich wie die Hisbollah im Libanon mit Waffen, Technologie, Fachwissen und finanziell.

USA verstärken Sanktionen nach und nach

Erst am Dienstag hatten die USA mehrere wichtige Fluggesellschaften des Irans mit Sanktionen belegt. Neu auf die US-Sanktionsliste gesetzt wurden 27 iranische Airlines, darunter die Gesellschaften Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines. 

Mehrere der größten iranischen Fluggesellschaften, darunter Mahan Air, Iran Air und Meraj Air, standen bereits zuvor auf US-Sanktionslisten. Neu ist, dass Washington nun deutlich breiter gegen den gesamten Luftfahrtsektor vorgeht. Die neuen Maßnahmen erfassen einen deutlich größeren Teil des iranischen Luftverkehrs. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

Die Sanktionen sind Teil des Wirtschaftskrieges gegen den Iran, den die US-Regierung Ende August unter dem Namen "Operation Economic Outcast" (deutsch: "Operation Wirtschaftliche Erdrosselung") ausgerufen hatte. Sie richtet sich laut Bessent gegen Unterstützer des iranischen Regimes. "Ob sie Terror finanzieren, Geld waschen oder dem Iran helfen, Sanktionen zu umgehen - wir werden sie finden, sie vom US-Finanzsystem ausschließen und die Netzwerke zerschlagen, die das Regime über Wasser halten", so der US-Finanzminister.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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