Politik

Trotz Streit mit China USA planen Waffendeal mit Taiwan

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Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet und liefern seit Jahren immer wieder Waffen.

(Foto: REUTERS)

Die Beziehung zwischen den USA und China ist derzeit angespannt. Dass die Amerikaner nun ausgerechnet Kampfflugzeuge an Taiwan verkaufen wollen, dürfte die Stimmung weiter anheizen. Denn Peking betrachtet die Insel als Teil der Volksrepublik - und droht immer wieder mit gewaltsamer Eroberung.

Die USA wollen Taiwan nach Angaben aus dem Kongress trotz des Widerstands Chinas F-16 Kampfjets im Wert von acht Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) verkaufen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus, der Demokrat Eliot Engel, und der ranghöchste Republikaner in dem Gremium, Michael McCaul, begrüßten den geplanten Verkauf.

Sie zeigten sich in einer gemeinsamen Mitteilung zuversichtlich, dass er über Parteigrenzen hinweg Unterstützung im Kongress finden werde. Der Schritt dürfte die Spannungen zwischen den USA und China anheizen.

Die "Washington Post" berichtete, das US-Außenministerium habe die Pläne an die Auswärtigen Ausschüsse im Repräsentantenhaus und im Senat übermittelt. Engel und McCaul teilten mit: "Während die Volksrepublik China ihre militärische Aggression in der Region verstärkt, müssen wir alles tun, um unsere Freunde auf der ganzen Welt zu unterstützen." Der republikanische Senator Marco Rubio, der Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Senats ist, nannte den geplanten Verkauf der Jets "einen wichtigen Schritt zur Unterstützung von Taiwans Bemühungen zur Selbstverteidigung".

Chinas kommunistische Führung sieht die demokratische Inselrepublik als Teil der Volksrepublik an, obwohl Taiwan nie dazu gehört hat. Auch droht Peking mit einer gewaltsamen Eroberung. Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit der Insel verpflichtet und liefern seit Jahren immer wieder Waffen.

Derzeit sind die Beziehungen zwischen den USA und China durch den Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften besonders angespannt. Erst im vergangenen Monat hatte das Pentagon dem Kongress den geplanten Verkauf von Waffen im Wert von etwa zwei Milliarden Dollar an Taiwan gemeldet. Dabei ging es unter anderem um 108 Panzer vom Typ M1A2T Abrams sowie 250 Stinger-Raketen, Maschinengewehre und Ausrüstung. China hatte dagegen protestiert.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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