Politik

Bericht über AngriffsmanöverUSA und Israel planen massive Iran-Angriffe nach Wahlen

22.10.2026, 16:49 Uhr
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US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu wollen den Iran erneut bombardieren. (Foto: Alex Brandon/AP/dpa)

Einem Bericht der "New York Times" zufolge planen Israel und die USA konkrete Angriffsmanöver gegen den Iran. Nach den Midterm-Wahlen wollen die beiden Länder gezielt Infrastruktur, Nuklearanlagen und Munitionsarsenale ins Visier nehmen. Doch Donald Trump könnte einen Rückzieher machen.

USA und Israel planen bereits eine neue Angriffswelle auf den Iran, die nach den US-Wahlen beginnen könnte. Das berichtet die "New York Times" (NYT) unter Berufung auf mehrere anonyme US-Beamte. Demnach peilen die beiden Länder eine "kurze, aber intensive Operation" an. Derzeit laufen Übungen, in deren Rahmen Flugzeuge über den Irak fliegen, und Angriffsmanöver testen. Verteidigungsminister Pete Hegseth traf sich diese Woche in Israel mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, um neue Angriffe zu besprechen, wie US-Beamte mitteilten.

Wahrscheinliche Ziele wären iranische Energieinfrastruktur, Nuklearanlagen sowie das Raketen- und Drohnenarsenal des Irans. Die Hoffnung ist laut Bericht, dass eine weitere große Angriffswelle, die iranische Wirtschaft an den "Rand des Abgrunds" treiben könne. Dann könnten die USA Teheran zu diplomatischen Zugeständnissen zwingen.

Doch es gibt laut der Zeitung auch Grund, an einem Erfolg der neuen Angriffe zu zweifeln. Schon zwischen Februar und April griffen die beiden Länder den Iran immer wieder direkt an. Die Folgen sind bis heute weltweit steigende Energiepreise und Inflation. Außerdem sind die Vorräte des Pentagons stark belastet - besonders was Raketenabwehrsysteme angeht. Dazu kommt, dass Israel am 27. Oktober wählt. Sollte Netanjahu die Wahl verlieren, wäre er nur noch übergangsweise Premierminister, was seine Macht einschränken würde.

Trump sagte kürzlich Angriffe ab

Einen Zusammenbruch des Irans hatten US-Beamte außerdem schon des Öfteren vorhergesagt, doch bisher bleibt Teheran trotz des wirtschaftlichen Drucks standhaft. "Zum jetzigen Zeitpunkt des Krieges ist klar, dass die bisher geführte konventionelle Militärkampagne sowie die derzeitigen harten Wirtschaftssanktionen und die amerikanische Seeblockade das Regime nicht in nennenswerter Weise an den Verhandlungstisch zurückgebracht haben", sagte Dana Stroul der NYT. Sie war in der Biden-Regierung oberste Beauftragte für Nahostpolitik im Pentagon. Weder Trump noch Netanjahu hätten "überzeugend dargelegt, wie weitere Kriegshandlungen dieses strategische Dilemma in einer zunehmend instabilen und von Konflikten geprägten Region verändern würden".

Obendrein hat Trump bereits in der Vergangenheit wiederholt Pläne für eine Rückkehr zu größeren Kampfhandlungen abgelehnt. Laut NYT unter anderem auch in diesem Monat, als die Militärs beider Länder bereit waren, anzugreifen. In letzter Minute habe der US-Präsident die Angriffe jedoch abgesagt.

Quelle: ntv.de, toh

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