Politik

Nach Trump-Drohungen USA und Kanada einigen sich im Streit um wichtige Brücke

11.07.2026, 12:49 Uhr
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June-15-2024-Detroit-Michigan-USA-Detroit-Michigan-USA-15-June-2024-The-last-deck-section-has-been-put-in-place-on-the-Gordie-Howe-International-Bridge-linking-Detroit-with-Windsor-Ontario-across-the-Detroit-River-The-bridge-is-expected-to-open-in-2025
Seit 2018 laufen die Bauarbeiten an der Hängebrücke. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Was als gemeinsames Handelsprojekt von Kanada und den USA startet, stockt in Donald Trumps zweiter Amtszeit. Der US-Präsident droht, die Gordie-Howe-International-Brücke zu blockieren - die Eröffnung verschiebt sich. Jetzt setzt er offenbar seinen Willen durch.

Die USA und Kanada haben sich im Streit um eine 4,7 Milliarden Dollar teure Grenzbrücke geeinigt. Die nach einem bekannten Eishockeyspieler benannte Gordie-Howe-International-Brücke zwischen Detroit und Windsor in Ontario solle am 27. Juli eröffnet werden, nachdem die Staaten eine Einigung über die Mauteinnahmen erzielt hätten, teilte die kanadische Regierung mit.

"Kanada und Michigan haben heute mit Unterstützung der US-Regierung vereinbart, die Gordie-Howe-Brücke zu eröffnen", erklärte das kanadische Infrastrukturministerium. Die Brücke werde "eine entscheidende wirtschaftliche Verbindung zwischen Kanada und den USA darstellen und über Jahrzehnte hinweg Milliarden an Wirtschaftsleistung bringen".

US-Präsident Donald Trump sagte, er habe ein "deutlich besseres Abkommen" für die Vereinigten Staaten erzielt, wodurch die Öffnung der Brücke ermöglicht werde. "Das ursprüngliche Abkommen war für mich inakzeptabel", erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Das neue Abkommen ist großartig und fair." Ein Insider sagte, die USA würden nun 50 Prozent der Mauteinnahmen und ein Vetorecht gegen Mauterhöhungen um zehn Prozent oder mehr bekommen.

Die Hängebrücke soll Windsor in der kanadischen Provinz Ontario und Detroit im US-Bundesstaat Michigan verbinden. US-Präsident Trump hatte im Februar gedroht, die Eröffnung der Brücke zu blockieren. Er warf Kanada vor, die USA beim Bau der Brücke unfair behandelt zu haben, und forderte, die Brücke müsse "mindestens" zur Hälfte den USA gehören.

Eröffnung kurzfristig verschoben

Der Bau der Brücke begann 2018 und wurde von Kanada allein finanziert. Die Kosten sollten über 30 Jahre durch Mautgebühren gedeckt werden. Ursprünglich hätte die Brücke bereits vor einem Monat eröffnet werden sollen. Dieser Termin wurde aber kurzfristig verschoben. Ohne direkt auf die Trump-Drohungen einzugehen, erklärte der Brückenbetreiber, durch die von beiden Ländern vereinbarte Verschiebung solle die "notwendige Zeit" geschaffen werden, um "offene Fragen zu klären".

Im Februar hatte Trump Kanadas Weigerung, bestimmte alkoholische Getränke aus den USA in kanadischen Geschäften anzubieten, Kanadas Zölle auf Milchprodukte und seine Handelsgespräche mit China als Gründe dafür genannt, warum er die Öffnung der Brücke möglicherweise nicht zulassen werde.

Unter Trump haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Kanada massiv verschlechtert. In seiner zweiten Amtszeit hat Trump mehrfach mit einer Annexion Kanadas gedroht und die Zölle auf das nördliche Nachbarland drastisch erhöht. Letzten Monat erklärte er, er werde das Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada möglicherweise nicht verlängern.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/rts

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