Politik

Deutscher Helfer getötet Über 40 Tote bei Anschlägen

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Nach dem Anschlag in Pakistan wird ein Verletzter wird in eine Klinik gebracht.

(Foto: dpa)

Bei einem Selbstmordattentat sind im unruhigen pakistanischen Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 70 seien bei dem Anschlag in der Stadt Khar im Distrikt Bajaur verletzt worden, sagte ein Regierungsbeamter. Ziel des Selbstmordanschlags sei ein Zentrum gewesen, in dem Nahrungsmittel der UN an Flüchtlinge verteilt werden. Es sei zu befürchten, dass sich die Zahl der Todesopfer noch erhöhen wird, da mehrere Menschen sehr schwer verletzt seien. Zum Tatzeitpunkt seien etwa 300 Menschen dort gewesen.

Tausende sind wegen der Kämpfe zwischen Taliban und Regierungssoldaten auf der Flucht und auf Nahrungsmittelhilfe der Vereinten Nationen angewiesen. Unklar sei, wer hinter dem Anschlag stecke. In dem Gebiet bekämpft die Regierung Taliban-Kämpfer und Mitglieder des Terrornetzwerkes Al Kaida.

Deutscher stirbt in Kugelhagel

Bei einem Anschlag im Norden Afghanistans wurde unterdessen ein deutscher Entwicklungshelfer getötet. Wie das Bundesentwicklungsministerium mitteilte, geriet sein mit insgesamt vier Personen besetzes Auto in Khaschkargan unter Beschuss. Dabei sei der Mitarbeiter der KfW Entwicklungsbank tödlich verletzt worden. Ein afghanischer Mitarbeiter wurde demnach leicht verletzt. Die Betroffenen koordinierten nach Angaben des Ministeriums den Bau einer Straße.

Entwicklungsminister Dirk Niebel sprach in einer Mitteilung von einem "feigen Anschlag", der sich gegen die Interessen der Bevölkerung richte. Die Tat zeige die Gefahren des Wiederaufbaus in Afghanistan. Kanzlerin Angela Merkel sagte, die Arbeit der Entwicklungshelfer sei für den Wiederaufbau des Landes mit von entscheidender Bedeutung. "Der Anschlag zeigt einmal mehr die Skrupellosigkeit der Terroristen: Sie haben kein Interesse an einer besseren Zukunft des Landes, sondern wollen die Wiederherstellung einer menschenverachtenden Gewaltherrschaft."

Quelle: ntv.de, dpa/rts