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Labour rutscht ab Umfrage prognostiziert hohen Johnson-Sieg

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Noch kann er nicht auf seinen Sieg anstoßen: Boris Johnson.

(Foto: imago images/i Images)

In zwei Wochen wählt Großbritannien ein neues Parlament. Der konservative Premier Johnson kann dem Tag einer Umfrage zufolge gelassen entgegensehen. Labour-Chef Corbyn hingegen droht demnach ein Debakel.

Der britische Premierminister Boris Johnson steht einer neuen Umfrage zufolge mit seiner konservativen Tory-Partei vor einem deutlichen Sieg bei der Parlamentswahl am 12. Dezember. Das geht aus einer in der Nacht zu Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov für die "Times" hervor.

Wenn an diesem Donnerstag gewählt würde, würden die Torys 359 von 650 Sitzen bekommen - 42 mehr als bei der letzten Wahl 2017. Die oppositionelle Labour-Partei von Jeremy Corbyn dagegen würde nur noch 211 Sitze und damit 51 weniger als zuletzt bekommen. Die Schottische Nationalpartei (SNP) von Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon käme auf 43 Sitze, die Liberaldemokraten auf 13. Damit hätten die Torys eine Mehrheit von 68 Sitzen.

Für Labour bahnt sich demnach die zweitschlimmste Niederlage nach dem Krieg an. Auch in anderen Umfragen lagen die Tories zuletzt deutlich vor den anderen Parteien. Großbritannien hat ein Mehrheitswahlrecht - nur wer in einem der 650 Wahlkreise die Mehrheit holt, bekommt auch den entsprechenden Sitz im Parlament.

Die Yougov-Umfrage wird als recht zuverlässig eingestuft: Sie hatte 2017 ein Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse vorausgesagt - was sich als richtig erwies. Befragt wurden innerhalb von sieben Tagen 100.000 Menschen, berücksichtigt wurden bei der Auswertung unter anderem Alter, Geschlecht und lokale politische Gegebenheiten. Das wichtigste Wahlversprechen der Konservativen ist, den EU-Austritt bis zum 31. Januar 2020 mit dem nachverhandelten Brexit-Deal zu vollziehen. Labour verspricht, binnen drei Monaten ein neues Brexit-Abkommen zu verhandeln. Anschließend sollen die Briten in einem zweiten Referendum die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Anbindung an die EU oder einem Verbleib in der Staatengemeinschaft haben.

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Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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