Politik

"Stuttgart 21" Umweltbundesamt rät zum Stopp

Ein neues Gutachten bringt das umstrittene Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" immer stärker in Bedrängnis. Unterdessen lehnte das Oberlandesgericht Stuttgart einen Eilantrag gegen die Abbrucharbeiten am Hauptbahnhof ab.

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Anfang August in Stuttgart: Tausende Bürger proben den Aufstand.

(Foto: dpa)

Die Kritik am Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 reißt nicht ab. In einem Gutachten für das Umweltbundesamt wird nach einem Bericht der Wochenzeitung "Zeit" empfohlen, auf das Vorhaben zu verzichten. Ein Sprecher des Umweltbundesamtes bestätigte die Vorlage des neuen Gutachtens.

Der bisherige Kopfbahnhof Stuttgart soll durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt werden. Die erwarteten Kosten stiegen bereits von ursprünglich knapp 2,6 Milliarden auf 4,1 Milliarden Euro.

Unterdessen mussten die Kritiker des Projekts eine weitere juristische Niederlage einstecken. Das Oberlandesgericht Stuttgart lehnte einen Eilantrag auf einen Stopp der Abrissarbeiten am Nordflügel des Hauptbahnhofs ab. Geklagt hatte der Enkel des Bahnhofsarchitekten Paul Bonatz, der durch den Abriss die Urheberrechte seines Großvaters verletzt sieht.

Quelle: ntv.de, dpa