Politik

Tausende unnötige Operationen Union will Kliniken ausbremsen

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Ist die Pauschalbezahlung ein Anreiz auch für unnötige Operationen?

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Union will mit besserer Beratung der Patienten und finanziellen Sanktionen für Krankenhäuser unnötige Operationen eindämmen. Arbeitsgrundlage ist eine Studie zur Entwicklung der Behandlungszahlen in Deutschlands Krankenhäusern. Die Studie wurde im Auftrag des Bundestages erstellt und soll heute Nachmittag in Berlin veröffentlicht werden.

Die Frage ist, ob und für welche Art von Operationen es durch die heutige Pauschalbezahlung womöglich einen finanziellen Anreiz gibt, mehr als nötig zu operieren. Geplant ist zudem, dass sich Patienten künftig auf Kosten der Kassen eine zweite Meinung von Ärzten einholen können. Zudem geht es um weniger Geld für Kliniken mit zweifelhaften Ergebnissen bei bestimmten Operationen.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, nannte die Zahl der Operationen pro Einwohner in Deutschland "weltmeisterlich". Obwohl immer mehr operiert werde, rutschten immer mehr Krankenhäuser in die roten Zahlen. Bund und Länder müssten einen Zukunftsplan für die Krankenhäuser erstellen mit dem Ziel einer guten Basisversorgung vor Ort und Spezialversorgung in der Region.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa