Politik

Posten für Prozente Ute Vogt soll Staatssekretärin werden

Ute Vogt, die baden-württembergische SPD-Landesvorsitzende, soll nach Zeitungsberichten Staatssekretärin bei Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) werden. Damit wolle Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Vogt für ihren Erfolg bei der Landtagswahl am 25. März belohnen.

Das berichten das "Hamburger Abendblatt" und die "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf Regierungs- und Parteikreise. Auf eine diesbezügliche Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zeigte sich die SPD-Bundestagsfraktion überrascht. Das Bundesinnenministerium dementierte die Meldungen. Sprecher Rainer Lingenthal sagte der dpa, "davon ist dem Minister nichts bekannt".

Die 36 Jahre alte Juristin Vogt, derzeit Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, solle Innenstaatssekretärin Cornelie Sonntag-Wolgast ablösen, schreiben beide Zeitungen unisono. Die Zusammenarbeit zwischen der Staatssekretärin und dem Minister solle nicht funktionieren. Deshalb sei Sonntag als Intendantin der Deutschen Welle im Gespräch.Dem "Hamburger Abendblatt" sagte Sonntag, "Ich weiß nichts von diesen Gerüchten". Das Bundesinnenministerium betonte, Schily arbeite gut mit Sonntag-Wolgast zusammen.

Vogt hatte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am vergangenen Sonntag für die SPD einen Zuwachs um 8,2 Prozentpunkte auf 33,3 Prozent erzielt. Sie wurde daraufhin von Bundeskanzler Schröder als besonderes Talent und "Führungsreserve erster Klasse" gelobt.

Den Zeitungsberichten zufolge wird in Regierungskreisen auch nicht ausgeschlossen, dass Schröder nach einer gewonnenen Bundestagswahl 2002 Vogt zur Innenministerin mache. Amtsinhaber Otto Schily (SPD) hat für diesen Zeitpunkt seinen Rücktritt aus der Politik angekündigt.

Quelle: n-tv.de

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