Politik

Irak bleibt gegenüber UNO hart Waffeninspektion abgelehnt

Irak zeigt den Vereinten Nationen in Sachen Waffeninspektion weiterhin die kalte Schulter. Das Land unter der Führung Saddam Husseins lehnte die von der UNO geforderte Rückkehr der Waffenkontrolleure erneut ab.

Die Inspektoren haben ihre Arbeit bereits vor ihrer Abreise vor vier Jahren beendet, begründete Iraks Informationsminister Mohammed Saeed el Sahaf am Montag die Ablehnung. Eine irakische Offerte an die Vereinten Nationen zu einem "gerechten Dialog " habe keine Einladung an die Inspektoren umfasst. Die UNO nahm zu der Äußerung nicht Stellung.

Die USA und die UNO fordern die Fortsetzung der seit 1998 unterbrochenen Inspektionen. Die Rückkehr der Inspektoren ist eine entscheidende Bedingung für die Aufhebung der Sanktionen, die die UNO nach der irakischen Invasion von Kuwait 1990 gegen Irak verhängt hatte.

Der Irak fordert ein sofortiges Ende der Sanktionen, während US-Präsident George W. Bush einen Regierungswechsel in Bagdad zu einem Ziel seiner Regierung erklärte.

Bush stößt auf Ablehnung

Allerdings ist die Meinung zu einem Angriff auf Irak auch in den USA nicht mehr ungeteilt. Bereits am Wochenende hatten sich auch republikanische Abgeordnete des US-Kongresses skeptisch zu einem Angriff geäußert. Die USA dürften Irak nicht unprovoziert angreifen, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Dick Armey.

Der demokratische Senator Carl Levin sagte, Iraks Diktator Saddam Hussein stelle keine Gefahr für die USA dar. Saddam werde nicht mit Massenvernichtungsmitteln angreifen, weil dies zu seiner eigenen Vernichtung führen würde, meinte Levin, der auch Chef des Streitkräfte-Ausschusses ist.

Vorbereitungen eines Angriffs?

Frachtmakler berichteten unterdessen, die US-Marine wolle ein großes Schiff chartern, um Hubschrauber und Munition von den USA zum Roten Meer zu transportieren. Bereits in der vergangenen Woche war ein Auftrag für den Transport militärischer Güter von Europa zum Golf erteilt worden, was Spekulationen Nahrung gab, die USA brächten Material für einen eventuellen Angriff auf den Irak in Stellung.

Quelle: ntv.de

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