Politik

Doppelte Staatsbürgerschaft "Zeit"-Chefredakteur wählte zweimal

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Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der "Zeit", nutzte seine doppelte Staatsbürgerschaft aus.

(Foto: imago/Metodi Popow)

Es ist eindeutig verboten, trotzdem verkündet Giovanni di Lorenzo öffentlich, dass er in Italien und in Deutschland wählte. Direkt bekommt er einen Rüffel aus der deutschen Regierung.

Doppelt hält besser: "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hat bei der Europawahl gleich zweimal gewählt. "Einmal gestern im italienischen Konsulat und einmal heute in einer Hamburger Grundschule", verriet er in der ARD.

Di Lorenzo hat einen deutschen und einen italienischen Pass. Dennoch dürfte er nach dem Europawahlgesetz nur einmal die Stimme abgeben.

Bei Wolfgang Schäuble stieß di Lorenzo auf wenig Verständnis. "Ich gönne es Ihnen ja, ich freue mich ja, dass Sie so eifrig sind", sagte der Bundesfinanzminister. Aber es könne nicht sein, dass manche Bürger zweimal wählen. "Ins Gefängnis müssen Sie deshalb nicht", schränkte Schäuble ein.

Ex-SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück liebäugelte gar mit noch mehr Stimmen. "Ich möchte demnächst vier Pässe haben." Di Lorenzo gelobte Besserung: "Ich lasse nächstes Mal eine Wahl weg, Herr Schäuble."

Quelle: ntv.de, dpa

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