Begehrte MinisAcht Netbooks im Prüflabor
Sommer, Sonne, draußen sein – und dazu noch online. Netbooks sind da eine echte Alternative.
Sommer, Sonne, draußen sein. Wer gemütliche Stunden im Freien genießen und trotzdem gerne Arbeiten möchte, dem bieten sie eine passende Alternative zum klassischen Laptop: Kleine Netbooks. Was sie taugen, hat das Computerbild-Testlabor an acht aktuellen Geräten geprüft.
Los geht es mit einem Leistungstest, bei dem geprüft wird, wie lang die Minis brauchen, um ein Bild zu rendern. Unterschiede gab es hier nur zu den großen Brüdern. Während die Netbooks dafür rund 18 bis 19 Minuten brauchen, schaffen die Notebooks dies in etwa drei bis vier Minuten. Ein leistungsstarker PC braucht für die gleiche Operation nur ein bis zwei Minuten.
Probleme bei der Nachrüstung
Alle Netbooks verfügen über die wichtigsten Anschlüsse und unterschiedliche Extras, ein DVD-Laufwerk hat keines. Hier muss bei Bedarf nachgerüstet werden. Das gestaltet sich allerdings oftmals gar nicht so einfach. Beim Netbook von MSI ist der Arbeitsspeicher aufgelötet. Ein Steckplatz existiert nicht. "Das heißt, man ist von vorne herein auf den vorhandenen ein GB großen Arbeitsspeicher angewiesen und hat keine Möglichkeit aufzurüsten", resümiert Michael Schmidt von Computerbild.
Wer nur im Internet surft oder mal einen Brief schreibt, hat mit dieser Konfiguration kein Problem. "Wer aber auch mal ein bisschen speicherhungrigere Programme nutzen möchte, sollte sich mehr Arbeitsspeicher gönnen", so Schmidt. "Dann läuft der ganze Rechner etwas flüssiger und schneller." Die Akkulaufzeiten der Minis lagen zwischen 2,5 und 5,5 Stunden. Spitzenreiter ist das Eee PC von Asus.
Auch die Handhabung der Netbooks haben die Experten von Computerbild untersucht. Fragen wie "Funktionieren die kleinen Touchpads? Reicht die Mini-Tastatur für entspanntes Arbeiten?" müssen von mehreren Testern unabhängig voneinander beantwortet werden.
Mini-Tasten
Beim Archios und beim Acer One stören sich die Tester an der kleinen Shift-Taste, die beispielsweise beim Netbook von HP wesentlich größer ausfällt. "Dadurch ist hier ein schnelles Schreiben ohne Fehler wesentlich einfacher", meint Oliver Niesner aus dem Computerbild-Testlabor.
Beim Lenovo stört das spieglende Display, was gerade bei hellem Umgebungslicht Schwierigkeiten bereitet. Teilentspiegelte Displays erleichtern Hingegen das Arbeiten.
Gewichte prima
Bei den Minis spielt natürlich auch das Gewicht eine Rolle. Mobilität ist schließlich mit das Hauptargument für die Anschaffung. Am leichtesten war das Terra Mobile-Home Netbook von Wortmann, das schwerste im Test kam aus dem Hause Archos. Den Vergleich zu den großen Brüdern bestehen jedoch alle. Richtige Notebooks sind meist nicht nur doppelt so groß, sondern wiegen auch doppelt so viel.
Zuletzt testet der Experte in einer speziellen Messbox mit Hightech-Mikro, wie viel Geräusche die Minis produzieren – im Ruhezustand, beim Spielen und bei der Office-Bearbeitung. Wegen der geringeren Leistungsstärke können Netbooks hier punkten.
Unterm Strich lobt die Computerbild das Eee PC aus dem Hause Asus für knapp 400 Euro als Testsieger aus. Auf dem zweiten Platz landet das MSI Netbook, auf Platz 8 und kaum schlechter, das Mini-Notebook von One, das mit 309 Euro Preis-Leistungs-Sieger wird. Gewaltige Unterschiede gibt es also nicht. Das liegt natürlich auch daran, dass es für die Geräte nur zwei relevante Prozessoren gibt, die beide von Intel stammen. Die Hauptunterschiede sind also eher in der Akkulaufzeit und der Bildqualität zu finden.