Ratgeber

Fast zwei Euro pro KontoauszugDeutsche-Bank-Gebühr verboten

28.04.2011, 12:51 Uhr

Kunden der Deutschen Bank, die ihre Kontoauszüge nicht regelmäßig selbst abholen, bekommen sie irgendwann zugeschickt - auch wenn sie nicht darum gebeten haben. Dafür verlangt die Deutsche Bank 1,94 Euro. Zu Unrecht, findet das Landgericht Frankfurt.

Deutsche-Bank-Plakat
Obwohl auch andere Banken solche Gebühren verlangen, betrifft das Urteil zunächst nur Kunden der Deutschen Bank. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Bank darf ihren Kunden nicht unaufgefordert einen Kontoauszug zuschicken und dafür eine Gebühr verlangen. Dieses - allerdings noch nicht rechtskräftige - Urteil des Landgerichts Frankfurt hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erstritten. (Az.: 2-25 O 260/10).

Das Gericht hat eine Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank für unzulässig erklärt: Nach ihren Geschäftsbedingungen ist die Deutsche Bank berechtigt, Kunden "Kontoauszüge und Kontoabschlüsse durch die Post oder in sonstiger Weise zugehen zu lassen, wenn diese 30 Bankarbeitstage lang nicht abgerufen wurden". Hierfür "kann die Bank ein Entgelt in Rechnung stellen", das sich auf 1,94 Euro beläuft.

Hole ein Kunde die Kontoauszüge nicht ab, verlange er damit nicht automatisch deren Zusendung, stellten die Richter klar. Ähnliche Gebührenklauseln für sogenannte Zwangskontoauszüge gibt es auch bei anderen Banken und Sparkassen. Doch das Urteil gilt zunächst nur für die Deutsche Bank und hat keine unmittelbare Auswirkung auf Kunden anderer Banken.

Die Deutsche Bank will die Urteilsbegründung zunächst prüfen. Unabhängig davon werde die Deutsche Bank das Entgelt für den automatischen Ausdruck von Kontoauszügen vorerst nicht mehr erheben, sagte ein Psrecher. Erfahrungsgemäß hole die Mehrzahl der Kunden regelmäßig ihre Kontoauszüge ab.

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Quelle: ntv.de, dpa