Ratgeber

Von Cityrad bis Mountainbike Diese E-Bikes kosten unter 1500 Euro

Die aktuell getesteten E-Bikes schnitten besser ab. Foto: Stiftung Warentest

Leistungsunterschiede zwischen Fahrern lassen sich durch E-Bikes gut ausgleichen.

(Foto: dpa)

Man muss nicht alt oder krank sein, um aufs E-Bike umzusatteln. Das Fahren mit Motorunterstützung macht auch einfach Spaß. Nur leider ist es kein ganz billiges Vergnügen. Hier sind zehn bezahlbare Modelle, die man sich ruhig einmal näher ansehen kann.

Der Vergleich wird oft bemüht, aber er stimmt: Auf dem E-Bike strampeln fühlt sich an wie Fahren mit ordentlich Rückenwind. Im Flachen ist der Effekt noch überschaubar, bei 25 km/h setzt die Motorunterstützung von "normalen" E-Bikes - also solchen, die man ohne Kennzeichen und Helm fahren darf - aus. Doch spätestens wenn man Berge quasi hochgepustet wird und jeder Ampelantritt wie von selbst geht, lernt man die Vorteile des Akkus zu schätzen. Leider sind E-Bikes nicht ganz billig. Für Oberklasse-Modelle kann man locker über 2000 Euro investieren. Das Vergleichsportal guenstiger.de kennt aber auch diverse günstigere Modelle. Die folgenden zehn sind schon für unter 1500 Euro zu haben.

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Das Fischer Proline gibt es für rund 1100 Euro.

(Foto: Fischer)

Zusammen mit der "Bild"-Zeitung hat Fischer einst das "Volks-E-Bike" für 999 Euro herausgebracht. Das Herren Trekking Proline ETH 1401 ist 100 Euro teurer, bietet aber auch etwas mehr. Ausgestattet ist das 24 Kilo-Bike mit Suntour-Federgabel und einer gefederten Sattelstütze. Die Shimano-Acera-Kettenschaltung lädt mit ihren 24 Gängen auch zu längeren Touren ein. Möglich sind sie jedenfalls, bei guten Bedingungen reicht der Akku für bis zu 140 Kilometer. Der sechs Kilo schwere 36 Volt-Motor sitzt im Hinterrad, diese Position bietet gerade bei steilen Anstiegen gute Traktion. Anti-Rutsch-Tourenpedale sorgen für einen sicheren Halt beim Fahren und der Gepäckträger hat Bügel für Packtaschen. Tester loben den gut ausgestatteten Fahrradcomputer, der neben der aktuellen Geschwindigkeit und der Reichweite unter anderem auch Höchstgeschwindigkeit und Tagesstrecke angibt. Über die integrierte USB-Buchse kann man während der Fahrt das Handy aufladen. Aktuell ist das Rad ab 1099 Euro* zu haben.

Hydrogeformte Rahmen und 48-Volt-Technologie sollen in Fischers neuer Proline Serie für ein verbessertes Fahrverhalten sorgen. Der 48-Volt-Motor des Proline Trekking ETH 1606 sitzt am Heck. Der Panasonic-Akku hält je nach Fahrweise bis zu 140 Kilometer durch, bei guter Pflege soll eine Gesamtlaufleistung von 105.000 Kilometern drin sein. Der bessere Motor geht auf Kosten der Schaltung: Die verbaute Altus mit 24 Gängen ist mit das Günstigste, was Shimano in diesem Bereich zu bieten hat. Über den Bordcomputer lassen sich fünf Unterstützungsstufen einstellen, außerdem gibt es eine Schiebehilfe und eine superhelle 40 Lux-LED-Beleuchtung. Mit 22,5 Kilogramm gehört das Proline 1606 zu den leichteren unter den günstigen E-Bikes. Apropos günstig: Das Damenmodell wird derzeit ab 1249 Euro angeboten, die Herrenvariante für 1266 Euro. Die weibliche Ausführung des E-Bikes wird derzeit ebenfalls ab 1249 Euro angeboten.

Ein stadttauglicher Tiefeinsteiger ist das Prophete Navigator 6.3. mit bis zu 100 Kilometern Reichweite. Die Besonderheit hier: Der Vorderradmotor, der vom 36 Volt Side-Click Akku gespeist wird. Sportliche Fahrer werden mit dieser Variante kaum glücklich, doch wer ein zuverlässiges Vehikel zum gemütlichen Cruisen sucht, hat mit dem Frontmotor einen zuverlässigen und langlebigen Antrieb gefunden. Pflegeleicht ist auch die 7-Gang-Nexus-Nabenschaltung, die über einen Drehgriff bedient wird. Neben zwei Felgenbremsen ist auch noch eine Rücktrittbremse verbaut. Eine patentierte, gefederte Sattelstütze, eine Suntour Federgabel sowie ein City-Lenker unterstreichen die Auslegung auf Komfort. Die Rahmenhöhe beträgt 46 Zentimeter und der Preis liegt derzeit bei 955 Euro.

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Der Retro-Charme des Prophete kommt bei vielen Käufern gut an.

(Foto: Prophete)

Retro-Look bringt man bislang eher nicht mit E-Bikes in Verbindung. Der Prophete Navigator Flair für 1186 Euro bezirzt aber durch nostalgischen Charme. Zu dieser Optik tragen unter anderem der urbane Nietensattel, braune Lenkergriffe und die Ballonbereifung bei. Letztere ermöglicht auch ohne Federgabel komfortables Rollen. Der Vorderradmotor mit 36 Volt bringt den Fahrer bis zu 100 Kilometer weit. Die Acera-Kettenschaltung bietet acht Gänge, was für die Stadt normalerweise locker ausreicht. Den Motor kann man entweder über das integrierte Trio-LCD-Display bedienen, oder aber mit der kostenlosen Smartphone-App "proBike". Die hält unter anderem Gimmicks wie eine digitale Klingel bereit. Das Smartphone kann in der wasserabweisenden Lenkertasche verstaut werden und bei Bedarf auch am USB-Port des LED-Displays geladen werden. Das Retro-Fahrrad mit elektronischem Motor gibt es auch in einer Damen-Variante. Diese wird aktuell ab 1137 Euro gelistet.

Deutlich unter 1000 Euro

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Adore bietet E-Bikes für wenig Geld.

(Foto: Adore)

790 Euro sind für E-Bikes fast schon verdächtig günstig. Wer einen robusten Alltagsbegleiter sucht, sollte etwas mehr investieren. Braucht man dagegen nur ein preiswertes Gefährt für gelegentliche Ausfahrten, könnte das Modell Versailles von Adore in Frage kommen, ein Citybike mit 36 Volt-Motor. Die Tourney-Ausstattung ist die Günstigste, die Schimano im Programm hat, die Kettenschaltung bietet sechs Gänge, die über einen Drehschaltgriff eingestellt werden. Der Akku ist unterm Gepäckträger verstaut und soll bis zu 45 km durchhalten. Trotz der Stahlgabel ist das Modell mit 21.5 Kilogramm ziemlich leicht.

Neben dem Citybike Versailles bietet Adore auch E-Falträder im Niedrigpreissegment an: Das Adore Zero kann dank seiner kompakten Maße von 75 x 80 x 40 Zentimetern leicht im Auto verstaut werden und findet auch in der Bahn Platz. Auch hier ist der Akku im Gepäckträger verstaut, er hält bis zu 70 Kilometer. Radler können zwischen vier verschiedenen Unterstützungsleveln wählen. Mit seiner 3-Gang-Nabenschaltung eignet sich das Modell nicht unbedingt für ausgedehnte Radtouren, als praktischer Begleiter für Reisen und Stadtfahrten könnte es sich aber ganz gut schlagen. 875 Euro werden für das Zero derzeit aufgerufen.

In der gleichen Preisklasse spielt das Prophete Navigator 6.0. Der Tiefeinsteiger verfügt über einen Frontmotor, der leise und zuverlässig arbeitet. Mit seinen 24 Volt ist er aber vergleichsweise schwachbrüstig, man kommt zwar problemlos durch die Stadt, im hügeligen Gelände zeigen sich aber die Defizite. Unter guten Bedingungen kommt man mit dem Side-Click-Akku bis zu 70 Kilometer weit, wenn man die niedrigste der fünf Unterstützungsstufen auswählt. Eine gefederter Sattelstütze, ein bequemer Prophete-Citysattel und Ergo-Griffe sorgen für komfortablen Sitz. In Eisblau ist das Modell aktuell für 849 Euro zu haben.

Sportiver, aber auch teurer, ist der Prophete REX Bergsteiger 6.8. Das Mountainbike rollt auf 29 Zoll-Reifen, ist also ein sogenannter Twentyniner, der sich vor allem durch hohe Laufruhe auszeichnet. Der 48 Volt Heckmotor gibt ordentlich Schub und reagiert dank Direct Drive flexibel auf kleine Veränderungen. Ideal also für Berge und unwegsames Gelände. Mit einer Akkuladung kommt man bis zu 100 Kilometer weit. Das Multifunktions-LCD-Display zeigt unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegte Strecke und die verbleibende Akku-Kapazität an. Auch die Komponenten können sich sehen lassen: Vorne dämpft eine Suntour XTC-Federgabel, die Deore-Schaltung mit 27 Gängen ist bewährt und gut. Über hydraulische Scheibenbremsen lässt sich die Bremskraft gut dosieren. Schutzbleche oder Gepäckträger sucht man hier natürlich vergeblich, der Bergsteiger ist eben ein echter Sportler. Das günstigste Angebot liegt derzeit bei 1277 Euro.

*Preise abgerufen am 15.04.2016

Quelle: ntv.de, ino

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