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Zum Teil hohe Beitragssprünge Für Privatversicherte wird es 2019 teurer

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Immer weniger junge Menschen wollen sich privat versichern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kommendes Jahr erhöhen sich die Beiträge für die private Krankenversicherung branchenweit um durchschnittlich 1,9 Prozent. Für manche Versicherte könnte die Anhebung laut Medienbericht aber deutlich extremer ausfallen.

Die private Krankenversicherung wird zum neuen Jahr teurer. Im Schnitt steigen die Beiträge nach einer Hochrechnung des Branchenverbands um 1,9 Prozent, wie ein Sprecher sagte. Der Verbandsdirektor der Privaten Krankenversicherung (PKV), Volker Leienbach, bezeichnete den Anstieg gegenüber "Welt am Sonntag" als moderat. Die Prämien seien in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 2,8 Prozent jährlich erhöht worden - deutlich weniger als in der gesetzlichen Krankenversicherung, wo der Anstieg im Schnitt jährlich bei 3,3 Prozent lag.

Laut der Zeitung fallen die Erhöhungen in der PVK allerdings bei manchen Versicherten deutlich extremer aus. Dem SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach zufolge steigen die Prämien in vielen Fällen zweistellig. "Dies wird in wenigen Jahren zu einer Verdopplung der Höhe der Prämie führen", sagte Lauterbach dem Blatt. Grund dafür seien die Alterung der Versicherten, der ungebremste Kostenanstieg, die geringen Renditen der Kapitalanlage und die geringe Bereitschaft junger Menschen, sich noch privat zu versichern.

Zudem sind die stark steigenden Prämien bei einzelnen Versicherern laut Maria Klein-Schmeink, der gesundheitspolitischen Sprecherin der Grünen, auch Folge einer expansiven, aber wenig nachhaltigen Geschäftspolitik der Unternehmen. "Dafür zahlen die Versicherten nun die Zeche", sagte Klein-Schmeink. Eine weitere Ursache seien unzureichender Wettbewerb, fehlende Wahlfreiheit und mangelnde Transparenz in der privaten Krankenversicherung.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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