Spiegelreflex- und BridgekamerasHohe Preise - gute Bilder
Für ambitionierte Fotografen führte bislang kein Weg an der Spiegelreflex vorbei. Interessant sind aber auch die Zwitter: Bridgekameras.
Für Urlaubsfotos und gelegentliche Schnappschüsse sind Kompaktkameras völlig ausreichend. Für ambitionierte Fotografen führte bislang kein Weg an der Spiegelreflex vorbei. Interessant sind aber auch die Zwitter: Bridgekameras. Für ihre Aprilausgabe hat die Stiftung Warentest nun sechs Spiegelreflexkameras und ebenso viele Bridgekameras bewertet. Außerdem im Test: Sechs Wechselobjektive. Denn ohne ein vernünftiges Objektiv nutzt auch die beste Spiegelreflexkamera wenig.
Die Objektive, die im Set mit der Kamera geliefert werden, lassen jedoch oft zu wünschen übrig - abgesehen vom Leica D Vario-Elmar, das mit der L10 Kamera von Panasonic kommt. Beim Leica-Objektiv sorgt die hohe Auflösung für eine gute Bildqualität. Mit einer Gesamtwertung von 1,8 ist es das beste der gestesteten Objektive, allerdings auch das teuerste. Laut Listenpreis sind fast 800 Euro fällig. Da ist das zweitplatzierte Sigma-Objetiv (F2.8EX DC Makro) mit 470 Euro fast ein Schnäppchen. Ein gerade noch "gutes" Modell bekommt man aber auch für weniger als 200 Euro: Das Canon EF-S18-55mm bietet zwar nur "befriedigende" Bildqualität, ist aber sehr gut zu bedienen.
Teure Testsieger
Große Preisunterschiede auch bei den Spiegelreflex-Kameras. Auch hier erwies sich das teuerste Modell im Test als das beste: An der Sony alpha 700 (Gesamturteil 2,0) gefiel das geringe Bildrauschen und der Verwacklungsschutz. Wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen will, trifft mit der Nikon DX 40 eine gute Wahl. Sie ist schon ab 500 Euro zu haben. Günstiger ist nur noch die Olympus E-410. Relativ klein, leicht aber auch langsam, urteilten die Tester. Für Umsteiger von Bridge- auf Spiegelreflexkameras aber eine gute Alternative, weil die Kameraeinstellung hier automatisch funktioniert.
Bridgekameras unterscheiden sich vor allem durchs eingebaute Objektiv von den teureren Spiegelreflexmodellen. Sie sind um einiges preiswerter. Die Kodak Easyshare ZD 710 spielt preismäßig sogar in der Liga der Kompaktkameras und ist mit 340 Gramm auch ähnlich leicht. Allerdings kann man für 188 Euro keine überwältigenden Ergebnisse erwarten, die Bildqualität ist gerade noch befriedigend. Besser gefiel den Testern die Panasonic Lumix DMC-FZ18. Für deren "gute" Gesamtwertung tragen die große Brennweite und der Verwacklungsschutz bei.
Fazit: Nach wie vor machen Spiegelreflexkameras wegen des größeren Bildsensors die besseren Bilder, zumindest bei schlechten Lichtverhältnissen. Technischen Spielraum bieten aber auch die Bridgekameras. Sie genügen zwar keinen Profi-Ansprüchen, sind für Amateure aber oft eine gute Wahl.