Ratgeber

Audi & Co. schwer gefragtLange Wartezeit für Neuwagen

09.09.2010, 12:18 Uhr

Wer in absehbarer Zeit ein neues Auto braucht, sollte sich schon mal hinten anstellen: Wegen der hohen Nachfrage, vor allem aus Asien, liefern die deutschen Hersteller derzeit mit reichlich Verzögerung aus. Und das trifft nicht nur Premium-Marken.

Der weltweite Autoboom hat die Lieferzeiten für Neuwagen in Deutschland massiv verlängert. Kunden deutscher Autobauer müssen bis zu sechs Monate auf die Lieferung ihres Neuwagens warten, wie aus Test des Automagazins "auto motor und sport" hervorgeht. Besonders bei den Diesel-Versionen der Audi-Fahrzeuge gingen die Lieferfristen deutlich über die Herstellerangaben hinaus. Wer demnach einen Audi A4 Avant bestellt, braucht zwischen vier und sechs Monate Geduld. Doch auch bei VW, BMW, Mercedes, Ford und Opel seien Lieferzeiten zwischen zwei und vier Monaten keine Seltenheit, meldet das Magazin.

Bis etwa ein VW Golf oder Polo mit Dieselmotor in der heimischen Garage steht, vergehen laut Test vier Monate. Wer eine C-Klasse von Mercedes bestellt, muss ebenfalls drei bis vier Monate bis zur Lieferung einkalkulieren, bei einer E-Klasse geht es mit zwei Monaten etwas schneller. Auch für den Opel Astra Diesel oder den BMW 5er Touring braucht es zwei bis vier Monate Vorlauf.

Händler lassen Spielraum

Der weltweite Autoboom, der vor allem von großer Nachfrage in Asien getrieben wird, beschert den deutschen Autobauern derzeit Rekordabsatzzahlen. Händler lassen sich dem Test zufolge nur selten auf einen verbindlichen Termin festnageln. Überlange Fristen werden bei Vertragsabschluss nicht korrekt angegeben. Die üblicherweise vereinbarten unverbindlichen Lieferzeiten können die Händler laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bis zu sechs Wochen überschreiten. "Autokäufer haben kaum Chancen, Liefersicherheit zu bekommen", sagte ADAC-Verbraucherschutzexpertin Silvia Schattenkirchner. Der ADAC rate deshalb, unklare Vertragsformulierungen zum Liefertermin wie "schnellstens" oder "baldmöglichst" auf keinen Fall zu akzeptieren.

Quelle: AFP