Ratgeber

Spray und elektrischer Grillanzünder vorn Sieben Grillanzünder mangelhaft bewertet

Nur wenige Grillanzünder funktionieren schnell, sauber und sicher. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einem Vergleich von 28 Produkten.

Beim Grillanzünder aufpassen: Sieben Produkte wurden von der Stiftung Warentest mit «mangelhaft» bewertet, darunter alle getesteten flüssigen Parafinanzünder und Anzündkamine. Foto: Hendrik Schmidt

Beim Grillanzünder aufpassen: Sieben Produkte wurden von der Stiftung Warentest mit "mangelhaft" bewertet.

(Foto: dpa)

Beim Grillanzünder sollten Verbraucher genau hinsehen: "Gut" schnitten in der Untersuchung von Stiftung Warentest nur ein Anzündsp ray und ein elektrischer Grillanzünder in Form eines Heißlufsföhns ab, heißt es in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 5/2013). Sieben Produkte wurden mit "mangelhaft" bewertet, darunter alle getesteten flüssigen Parafinanzünder und Anzündkamine.

Holz-Wachsanzünder sind "test" zufolge günstig, einfach abzubrechen und leicht zu entzünden. Manche Produkte verlöschten aber beim Kohleaufschütten und qualtmen stark. Feste Parafinanzünder sind ebenfalls gut zu handhaben, rußten aber fast alle stark und rochen unangenehm. Parafincremes und -gele ließen sich gut verteilen, außerdem rochen und rußten sie weniger als die festen Varianten.

Bio-Flüssiganzünder verbrannten fast ohne Qualm und Geruch. Wie bei flüssigen Parafinanzündern auch besteht aber die Gefahr, dass Kinder sie für Getränke halten und trinken. Allerdings sind die Bio-Produkte nicht ganz so gesundheitsgefährlich wie das flüssige Parafin.

Nachfolgendes sollte beim Grillen unbedingt beachtet werden:

Wo sollte der Grill stehen?

Der Grill braucht einen sicheren Standplatz auf festem und ebenen Untergrund, in der Nähe sollten sich keine brennbaren Materialien wie etwa Lampions oder ein Sonnenschirm befinden. Wer einen Holzkohlegrill im Windschatten platziert, vermeidet Funkenflug. Spielende Kinder müssen in jedem Fall vom Grill fern gehalten werden.

Ab wann dürfen Fleisch und Würstchen auf den Grill?

Erst sollte die Kohle gut durchgeglüht sein, bevor das Grillgut auf den Rost kommt. Die richtige Grilltemperatur ist erreicht, wenn sich auf der Kohle eine weiße Ascheschicht bildet - was je nach Grill bis zu einer knappen Stunde dauern kann. Der Abstand des Rosts mit dem Grillguts zur Glut sollte nicht zu gering sein, sonst verbrennt es schnell: Lieber bei niedrigen Temperaturen etwas länger grillen. Verkohltes Fleisch schmeckt nicht nur schlecht, es ist auch ungesund.

Wozu sind Grillschalen gut?

Sie dienen der Sicherheit, weil vom Grillrost herabtropfendes Fett sich entzünden kann. Sie dienen aber auch der Gesundheit: Denn bei der Verbrennung von tierischem Fett, Fleischsaft oder Marinade werden Schadstoffe wie das krebserregende Benzopyren gebildet, die dann mit dem aufsteigenden Rauch auf das Grillgut gelangen. Das Garen in Grillschale oder Alufolie reduziert die Schadstoffbelastung.

Ist jedes Fleisch geeignet?

Gepökelte Fleisch- und Wurstwaren wie zum Beispiel Kasseler Koteletts sind nicht für das Grillen geeignet. Sie enthalten Nitritpökelsalz, aus dem bei großer Hitze als krebserregend geltende Nitrosamine entstehen können.

Was mache ich bei Bränden?

Sollte Fett in Brand geraten, ist das Feuer mit Sand, Löschdecke oder Feuerlöscher zu bekämpfen. Keine Löschversuche mit Wasser - dabei kann eine Stichflamme entstehen. Am besten ist, sich etwa einen Eimer Sand bereit zu stellen.

Was mache ich nach dem Grillen mit der Asche?

Die Restglut kann mit Sand erstickt werden. Auf jeden Fall muss die Asche aber völlig erkaltet sein - erst dann darf sie über den Restmüll entsorgt werden.

Und was ist bei Regen?

Am besten das Grillgut auf dem Herd weiter braten - auf keinen Fall darf der Grill mit ins Haus genommen werden. Grillen mit Holzkohle in Innenräumen kann lebensgefährliche Kohlenmonoxid-Vergiftungen verursachen, in der Vergangenheit gab es immer wieder Todesfälle. Auch sollte die Restwärme des Grills keinesfalls zum Heizen der Wohnung genutzt werden.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa