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Vergleichen und sparen Die besten Autokredite

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(Foto: imago/McPHOTO)

Wer sich derzeit für einen Neuwagen interessiert, erhält oft satte Rabatte. Noch billiger wird der Kauf durch die Wahl des günstigsten Autokredits. Die FMH- Finanzberatung hat nach den besten Angeboten gesucht.

Jedes Problem bietet eine Chance. Diese alte Weisheit bewahrheitet sich auch und gerade mit Blick auf den Dieselskandal. Selten gab es so viele Rabatte und Prämien für den Neuwagenkauf wie heute.

Wer so günstig wie möglich an einen Neuwagen kommen will, sollte aber nicht nur auf die Rabatte achten, sondern auch überlegen, bei wem er sich das Geld für die Anschaffung leiht. Denn die Konditionen können extrem variieren.

Die FMH-Finanzberatung hat für n-tv recherchiert, welche Banken die besten Zinsen bieten. Kein einfaches Unterfangen, denn nicht jeder Kunde hat bei jedem Anbieter Zugriff auf alle Offerten.

Die meisten Anbieter setzen auf Bonitätschecks

Zwar gibt es immer noch Angebote, die unabhängig von der Bonität des Interessenten gelten. Hier erhält der Kreditsuchende entweder das Geld zu den genannten Konditionen – oder er wird abgelehnt.

Deutlich häufiger finden sich inzwischen aber Angebote, die die Zinsen von der Solvenz des Kunden abhängig machen. Interessenten mit üppigem Einkommen und sehr guter Bonität zahlen hier weniger, als jene mit weniger guten Rahmenbedingungen.

Das führt oft zu unschönen Überraschungen, etwa, wenn eine Bank mit 1,89 Prozent Zinsen wirbt, der Kunde trotz hohem Gehalt am Ende aber vier oder fünf Prozent aufbringen muss, weil er nicht in die Kategorie "beste Bonität" fällt. Die Zinsunterschiede, je nach Bonität, sind sehr hoch, wie die FMH vor Kurzem zusammengestellt hat.

Passive Kunden zahlen drauf

Diese Preispolitik der Banken ist zwar weder besonders transparent noch besonders kundenfreundlich, trotzdem funktioniert sie oft genug. Die Geldhäuser wissen:  Kunden, die ihren Antrag schon gestellt haben, wechseln nicht mehr so schnell die Bank – selbst dann nicht, wenn sie für den Kredit mehr zahlen müssen, als sie ursprünglich erwartet haben.

Das allerdings kann teuer werden. Wer sich 20.000 Euro für ein neues Auto leiht und die Bank wählt, die bei bester Bonität am günstigsten ist, muss für den Neuwagen tiefer in die Tasche greifen als erwartet, wenn seine Bonität nur Mittelmaß ist. Im Schnitt zahlt dieser Kunde bei 72 Monaten Laufzeit 35 Euro mehr pro Monat als der Interessent mit bester Finanzlage. Hochgerechnet auf die gesamte Laufzeit kommen so Mehrkosten von gut 2.500 Euro zusammen.

Einfach nur Werbeaussagen zu vergleichen, ist beim Autokredit also keine gute Idee. Kunden, deren finanzielle Verhältnisse nicht perfekt sind, sollten besonders genau recherchieren, wo sie sich das Geld für ihren neuen Wagen leihen wollen. Denn so lässt sich - zusätzlich zu Prämien und Rabatten - kräftig sparen. Wer wissen will, welchen Effekt unterschiedliche Zinsangebote haben, kann dazu einen Vergleich auf der FMH-Seite nutzen.

Das passende Angebot finden

Je nachdem, wie ein Kaufinteressent finanziell aufgestellt ist, empfehlen die Experten der FMH-Finanzberatung folgenden Banken:

-Wer auf Nummer sicher gehen will, ist vermutlich bei dem bonitätsunabhängigen Anbieter gut aufgehoben. Empfehlenswert sind demnach die Offerten von Deutsche Skatbank, EthikBank, ING-DiBa und auch die ADAC Finanzdienste. Bei den regionalen Banken sind uns die PSD Bank Köln und die PSD Bank München aufgefallen.

-Wer sich in der Gruppe "beste Bonität" sieht, könnte sich bundesweit an die Barclaycard Barclays Bank PLC., die SWK Bank oder die Bank of Scotland wenden. Im regionalen Bereich wäre die PSD Bank Hessen Thüringen und die PSD Bank Westfalen-Lippe zu nennen.

-Wer meint, dass er zur Kategorie "gute Bonität" zählt, sollte bei der Targobank, Postbank oder Norisbank eine Anfrage stellen. Im regionalen Bereich sind die PSD Bank Westfalen-Lippe und die Sparda-Bank München empfehlenswert.

Quelle: n-tv.de