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Hamburg & Schleswig-HolsteinHSV will durch Genossenschaft Kapazität im Stadion erhöhen

23.04.2026, 10:47 Uhr
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Bald winken dem HSV mit seinem Genossenschaftsmodell Millionenbeträge. Das wirkt sich vor allem auf den Besuch im Volksparkstadion aus. Mehr Anhänger sollen dort bald Spiele verfolgen.

Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger SV will durch die Erlöse des bald startenden Genossenschaftsprojekts "Supporters Trust" mehr Fans im Volksparkstadion unterbringen. "Nach den entsprechenden Genehmigungen soll mit der Kapazitätserweiterung unmittelbar begonnen und im Laufe der kommenden Saison eine Kapazität von mehr als 58.000 Fans im Volksparkstadion erreicht werden", sagte HSV-Präsident Henrik Köncke in einem Vereinsinterview.

Langfristig könnten demnach mehr als 60.000 statt aktuell 57.000 Fans Spiele in der Arena sehen. Die Arbeiten werden Medienberichten zufolge schon im Sommer starten. Außerdem will der Club sanitäre Anlagen in der Arena erweitern und das Catering verbessern.

Gründungsversammlung Anfang Mai

Für den 5. Mai ist die Gründungsversammlung des "Supporters Trust" vorgesehen. Abhängig vom laufenden Prüfverfahren der Genossenschaft soll der operative Start folgen. Das Datum steht aber noch nicht fest. Denn dann erst können die Fans Anteile kaufen. Zum Auftakt wird es eine begrenzte Anzahl von 18.870 Anteilen geben. Einer kostet 887 Euro. Beide Zahlen erinnern an das HSV-Gründungsjahr 1887. Der Club rechnet vorerst mit Einnahmen von etwa 16 Millionen Euro.

"In den ersten zehn Tagen nach dem Auftakt haben zunächst HSV-Mitglieder die Möglichkeit, sich zu beteiligen", sagte Köncke. Danach sollen Fans folgen, die vielleicht kein Mitglied sind, aber eine Dauerkarte besitzen. Auch Anhänger mit weniger Geld sollen sich beteiligen können. Das Projekt ist seit längerer Zeit geplant. Mitglieder selbst hatten sich laut Clubangaben gewünscht, sich noch stärker einzubringen. Bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Sommer stimmten die Fans mehrheitlich für das Modell.

Teammitglieder und Trainer Polzin beteiligen sich

Vereinsidole wie Horst Hrubesch und David Jarolim sind daran beteiligt. Das Modell wurde aber auch der Bundesligamannschaft vorgestellt, einige Spieler unterstützen das Projekt. Auch Trainer Merlin Polzin gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Genossenschaftsprojekte im Fußball sind nicht neu, unterscheiden sich aber teils deutlich. Das Projekt des Stadtrivalen FC St. Pauli hat im vergangenen Jahr die Mehrheit am Stadion übernommen. Die Genossenschaft wurde gegründet, um das Stadion langfristig in die Hände der Mitglieder zu geben.

Quelle: dpa

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