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Mecklenburg-Vorpommern Erste Pro-Polizei-Demonstration in Greifswald

Demonstration „Solidarität zur Polizei“. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Greifswald (dpa/mv) - Etwa 70 Menschen haben am Donnerstag auf einer Demonstration in Greifswald der Polizei für ihren Einsatz für die öffentliche Sicherheit gedankt. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem die Kreistagspräsidentin von Vorpommern-Greifswald Sandra Nachtweih (CDU) und der Gründer des konservativen Kreises der CDU-MV, Amtsgerichtsdirektor Sascha Ott. "Ich bin empört, dass Polizisten in Deutschland als Mörder dargestellt werden", sagte Nachtweih, die auch Bürgermeisterin in Pasewalk ist.

Die Demonstranten zogen vom Markt zum Theater, wo sie rote und blaue Luftballons aufsteigen ließen. Die Aktion stand unter dem Motto "Greifswald sagt Danke, Polizei gibt Sicherheit." Sie richtete sich gegen mehrere polizeifeindliche Aktionen in der Universitätsstadt. So hatten Unbekannte, die in der linksextremen Szene vermutet werden, im Juni einen Farbanschlag auf ein großes öffentliches Plakat verübt, auf dem der Polizei für ihren Einsatz gedankt wurde.

Vor der Demonstration am Donnerstag hatten sich knapp 100 nach einem Aufruf linker Gruppen unter dem Motto "Rassismus tötet. Überall" an einer anderen Stelle in der Altstadt versammelt. Sie bezogen sich auf den Tod von George Floyd durch einen Polizisten in Minneapolis in den USA. Anfang Juni war es in Greifswald auch zu einem Brandanschlag auf den Neubau eines Polizeigebäudes gekommen. Die Auseinandersetzungen hatten sich nach dem Anbringen eines Banners mit der Schrift "Rassismus tötet, Polizei mordet" am Internationalen Kultur- und Wohnprojekt in Greifswald (Ikuwo) entfacht, das als Sitz linker Gruppen gilt.

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