Reise

Bei Ausländern beliebt wie nie Deutschland überholt Frankreich

Deutschland ist bei ausländischen Besuchern so beliebt wie nie zuvor. Bei Reisenden aus Europa liegt es auf der Beliebtheitsskala der Ziele nun hinter Spanien auf dem zweiten Platz und übertrifft damit sogar Frankreich und Italien.

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Deutschland, Reiseland: Besucherinnen in der Reichstagskuppel in Berlin.

(Foto: dpa)

Deutschland hat Frankreich im Jahr 2010 erstmals in der Gunst der europäischen Reisenden überholt. Auf der Beliebtheitsskala liege Deutschland nun hinter Spanien auf Platz zwei, teilt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt mit. Die DZT ist die offizielle Tourismus-Marketingagentur der Bundesrepublik. Sie soll Deutschland als "Urlaubsland" bekanntmachen.

Die Skala wird aus repräsentativen Befragungen in ganz Europa errechnet. Im vergangenen Jahr durchbrach Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden erstmals die Marke von 60 Millionen Übernachtungen von ausländischen Gästen. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Zahl um rund zehn Prozent zu. Für 2020 visiert die DTZ 80 Millionen an.

Vor allem Städte profitieren

Touristin in Berlin - Auf der Beliebtheitsskala der Reisenden liegt Deutschland jetzt mit mehr als 60 Millionen Übernachtungen auf Platz zwei hinter Spanien. (Bild: dpa)

Touristin in Berlin: vor allem die Städte ziehen mehr Besucher an.

Vom Übernachtungsplus bei den ausländischen Besuchern profitierten laut DZT vor allem die Städte. Dies habe damit zu tun, dass der Geschäftsreiseverkehr nach dem Ende der Wirtschaftskrise wieder kräftig angezogen habe. Besonders stark sei die Zunahme der Übernachtungen bei Gästen aus der Schweiz gewesen (plus 8,6 Prozent im Vergleich zu 2009). Mit 4,2 Millionen Übernachtungen sei das Land nach den Niederlanden inzwischen das zweitwichtigste Herkunftsland für ausländische Besucher.

Bei den Gästen aus Polen verzeichneten die Statistiker im vergangenen Jahr 15,7 Prozent mehr Übernachtungen. Großbritannien wuchs um 13 Prozent, die Schweiz um 8,6 Prozent. Noch stärker haben die wirtschaftlich aufstrebenden BRIC-Staaten zugelegt, deren Bürger privat und geschäftlich immer mehr reisen. Die Übernachtungen brasilianischer Gäste stiegen um 42 Prozent, für China betrug das Plus 33 Prozent zu, für Indien 26 Prozent und für Russland 24 Prozent. Und aus den arabischen Golfstaaten strömen vor allem in den Sommermonaten immer mehr Shopping- und Gesundheitstouristen nach Deutschland - was sich in einem Plus von 26 Prozent niederschlug.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa/AFP

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