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Milak dominiert bei Schwimm-WM 19-jähriger Ungar pulverisiert Phelps-Rekord

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Um mehr als drei Sekunden distanzierte Kristof Milak seine Konkurrenten im Finale über 200 Meter Freistil.

(Foto: imago images / GEPA pictures)

Um die Ewigkeit von 0,78 Sekunden verbessert Kristof Milak den zehn Jahre alten Weltrekord von Michael Phelps und gewinnt Gold bei der Schwimm-WM über 200 Meter Schmetterling. Zwei Deutsche machen Hoffnung auf weitere Medaillen und Sun Yang verpasst es, für einen erneuten Eklat zu sorgen.

Mehr als drei Sekunden Vorsprung und den Weltrekord des legendären Michael Phelps nicht nur gebrochen, sondern pulverisiert: Was Kristof Milak bei der Schwimm-WM im Finale über 200 Meter Schmetterling zeigte, war einer Goldmedaille mehr als nur würdig. Der 19 Jahre alte Ungar dominierte den Endlauf und blieb 0,78 Sekunden unter der Bestmarke, die der 23-fache Rekord-Olympiasieger Phelps 2009 bei der WM in Rom aufgestellt hatte.

Am Tag vor dem ersten Gwangju-Auftritt von Brustschwimmer Marco Koch, der vor vier Jahren den bislang letzten deutschen Weltmeistertitel gewann, gab es einen goldenen italienischen Abend. Erst siegte Gregorio Paltrinieri in europäischer Rekordzeit von 7:39,27 Minuten über 800 Meter Freistil. Der unter Dopingverdacht stehende Chinese Sun Yang, der über 200 und 400 Meter Freistil Weltmeister geworden war, belegte im Endlauf den sechsten Platz. Dass er starten darf, obwohl er die Zerstörung einer Dopingprobe angewiesen haben soll, hatte während der Siegerehrungen zu hör- und sichtbaren Protesten geführt.

Hentke und Heintz auf Medaillenkurs?

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Dann zeigte Federica Pellegrini nach wiederholten Überraschungssiegen von Youngstern mit der Titelverteidigung ihre Extra-Klasse über 200 Meter Freistil. Ihre Siegerzeit: 1:54,22 Minuten. Es war das achte WM-Podest der italienischen Schwimm-Diva in dieser Disziplin in Folge. Im deutschen Team weckte der euphorisierte Philip Heintz Hoffnungen auf eine Medaille, die überraschte Franziska Hentke fand ihren Weg ins Finale "crazy". Nach dem Silberglanz durch Sarah Köhler haben zwei langjährige Leistungsträger mit guten Halbfinal-Platzierungen Lust auf die nächsten Endläufe gemacht. "Alles, was jetzt kommt, ist Super-Zugabe", sagte Lagenschwimmer Heintz, Zweitbester des Halbfinales.

Hentke war nach ihrem Halbfinale über 200 Meter Freistil überrascht, wie langsam die Rennen waren: "Ich finde es absolut crazy, dass man mit einer 2:09 ins Finale kommt. Dass alle gerade so langsam sind, ist irgendwie schockierend für mich, wenn ich ehrlich bin", wunderte sich Hentke. "Natürlich" sei sie auch nach Gwangju mit dem Ziel geflogen, "eine Medaille zu gewinnen", sagte die 30-Jährige. 2:08,14 Minuten und Rang fünf standen nach dem Halbfinale zu Buche. Anders als Hentke hat Heintz öffentlich keine Medaillenziele ausgegeben, musste sich nach Rang zwei im Halbfinale über 200 Meter Lagen aber damit auseinandersetzen. "Da kann ich ja schlecht 'Nein' sagen, wenn ich als Zweiter drin bin", sagte der 28-Jährige. In 1:56,95 Minuten steigerte er seine Jahresbestzeit um 1,4 Sekunden.

Dass es am Mittwoch für die Mixed-Staffel über 4 x 100 Meter Lagen nicht zu Edelmetall reichte, war zu erwarten - Platz sieben und das Ticket für die Olympia-Premiere in dieser Disziplin waren aber achtbar für Laura Riedemann, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Jessica Steiger.

Quelle: n-tv.de, tsi/dpa

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