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French Open ohne VorjahressiegerAlcaraz verkündet bittere Nachricht, von der Zverev profitiert

24.04.2026, 20:26 Uhr
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Alcaraz verletzte sich beim ATP-Turnier in Barcelona. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Das kaputte Handgelenk verhindert die Titelverteidigung von Carlos Alcaraz bei den French Open. Der Spanier kann derzeit kein Tennis spielen. Im Vorjahr bot er sich ein episches Finale mit Jannik Sinner - dessen ärgster Konkurrent nun womöglich Alexander Zverev ist.

Es hatte sich bereits angedeutet, und doch sendete die Nachricht eine Schockwelle durch die Tenniswelt: Carlos Alcaraz fehlt in Paris, der Topfavorit kann seinen Titel bei den French Open nicht verteidigen. "Es ist eine schwierige Zeit für mich, aber ich bin mir sicher, dass wir gestärkt daraus hervorgehen werden", schrieb Alcaraz, der den Sandplatz-Grand-Slam (ab 24. Mai) aufgrund einer Handgelenksverletzung verpassen wird - und somit unfreiwillig die Chancen von Alexander Zverev auf einen Grand-Slam-Titel deutlich erhöht.

Vergangene Woche hatte der spanische Weltranglistenzweite sich die Blessur zugezogen, in der ersten Runde des ATP-Turniers in Barcelona war das. Anschließend begann das bange Warten, doch nun herrscht bittere Gewissheit: Neben dem bereits laufenden Masters in Madrid und dem kommenden in Rom verpasst Alcaraz auch das zweite Major-Turnier des Jahres in Frankreichs Hauptstadt.

"Angesichts der Ergebnisse der heute durchgeführten Tests", schrieb Alcaraz in den Sozialen Netzwerken, hätten er und sein Team beschlossen, "dass es am sinnvollsten ist, Vorsicht walten zu lassen und nicht in Rom und bei den French Open anzutreten." Er wolle nun zunächst "die weitere Entwicklung abwarten" und dann entscheiden, wann er auf den Court zurückkehren könne, erklärte der 22-Jährige.

Atemloses Finale kann sich nicht wiederholen

Die Sandplatzsaison ist für den designierten Nachfolger des spanischen Tenniskönigs Rafael Nadal damit gelaufen. Für Fans ist das eine schlechte Nachricht - denn zu einer Neuauflage des epischen Vorjahresfinals gegen seinen großen Rivalen Jannik Sinner, den Alcaraz in fünf atemlosen Sätzen niederrang, wird es in Paris somit nicht kommen.

Vielmehr steigt der Italiener Sinner, sofern er selbst verletzungsfrei bleibt, zum absoluten Topfavoriten auf. "Ich hoffe, dass er zurückkommt und danach keine weiteren Verletzungen hat", sagte der Südtiroler: "Das Tennis braucht Carlos. Tennis ist ein viel besserer Sport, wenn er dabei ist. Und auch für mich persönlich ist es schöner."

Auch Zverevs Chancen auf den heißersehnten ersten Grand-Slam-Titel stehen ungleich besser. Alcaraz hatte den Hamburger schließlich 2024 in einem denkbar engen Finale in Schach gehalten. Zverev hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass vor allem auf Sand mit ihm zu rechnen ist.

Sinner freilich, der Zverev in der jüngeren Vergangenheit dreimal bezwang und in Paris seinen fehlenden Grand-Slam-Titel jagen wird, dürfte weiterhin eine extrem hohe Hürde für den Deutschen darstellen. Der Italiener ist seit Wochen nicht zu bezwingen, bereits seit dem 12. April wieder die Nummer eins der Weltrangliste - und wird in den kommenden Wochen weiter enteilen.

Dabei hatte das Jahr für Alcaraz doch so gut begonnen. In Melbourne krallte sich der Schlagkünstler seinen siebten Major-Titel und schwang sich zum jüngsten Spieler der Tennisgeschichte auf, der den Karriere-Grand-Slam vollendet hat. Vor wenigen Tagen dann wurde er bei den Laureus Awards in Madrid als "Weltsportler des Jahres" ausgezeichnet, allerdings trieben ihn da schon die Sorgen vor der anstehenden Untersuchung um. "Ich kehre lieber etwas später, aber in Topform zurück, als es zu überstürzen und mich dabei unwohl zu fühlen", sagte er bereits in Madrid: "So Gott will, habe ich noch eine sehr lange Karriere vor mir, viele Jahre."

Quelle: ntv.de, ara/sid

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