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Traum vom "magischen" Moment Alonso überrascht sich als Rallye-Pilot

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Fernando Alonso und sein Beifahrer Marc Coma zeigen überraschend starke Leistungen bei der Rallye Dakar.

(Foto: REUTERS)

Der Gesamtsieg bei der Rallye Dakar ist für Fernando Alonso kein Thema. Auch weil er während der zweiten Etappe crasht und seine improvisierte Reparatur nicht funktioniert. Dennoch fährt der Formel-1-Star eine für sich selbst überraschende Rallye - und setzt sich ein ambitioniertes Ziel.

Von seiner Konkurrenzfähigkeit in der Wüste war Fernando Alonso selbst erstaunt. "Es ist eine positive Überraschung, dass ich so nah dran bin", sagte der zweimalige Formel-1-Weltmeister und setzte sich bei der Rallye Dakar ein neues großes Ziel: "Es wäre magisch, wenn ich es schaffe, eine Etappe zu gewinnen." Vor dem Start der härtesten Wüstenrallye der Welt in Saudi-Arabien hatte sich der Spanier noch in Zurückhaltung geübt, er wolle nur Ankommen, den Speed langsam erhöhen und das Abenteuer genießen.

Der Umstieg von Asphalt auf Sand gelang dem Spanier aber besser als erwartet. Platz vier am dritten Tag lässt ihn gar ein wenig träumen, ein Etappensieg würde sich "unglaublich anfühlen". Dementsprechend locker trat Alonso im Biwak, dem Camp der Rallye, auf: "Ich bin glücklich, dass ich so gut fahre. Das war ein Fragezeichen, weil ich noch nie bei der Dakar gegen die Besten gefahren bin", sagte er: "Ich wusste vorher nicht, ob ich fünf Minuten, 20 Minuten oder eine Stunde hinter den Führenden sein werde."

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"Die Navigation ist punktgenau, sehr präzise."

(Foto: imago images/PanoramiC)

Auf der Etappe am Dienstag betrug sein Rückstand auf Rallye-Legende Carlos Sainz nach 427 Kilometern nur 6:14 Minuten. Um den Gesamtsieg fährt Alonso allerdings nicht mehr mit, das sei aber gar nicht so schlimm. "Ich bin nicht hierhergekommen, um die Dakar zu gewinnen oder aufs Podium zu fahren. Ich wollte nur sehen, wie gut ich mich auf eine neue Disziplin umstellen kann", erklärte Alonso gelassen.

Mit Kabelbindern und Klebeband

Während der zweiten Etappe war nach einem Crash die vordere Radaufhängung des Toyotas gebrochen, der Zeitverlust: mehr als zweieinhalb Stunden. Alonso und sein Beifahrer Marc Coma, selbst fünfmaliger Dakar-Sieger auf dem Motorrad, hatten versucht, den Schaden mit Kabelbinder und Klebeband zu reparieren - vergeblich.

Die Zusammenarbeit mit seinem Landsmann, der ihn durch die Wüste lotst, sei aber sehr gut: "Die Navigation ist punktgenau, sehr präzise. Das hilft dem Rhythmus und dem Selbstvertrauen." Insgesamt stehen bei der Dakar zwölf Etappen auf dem Programm. Also noch genug Zeit für Alonso, um seinen Traum beim Debüt zu erfüllen und einen magischen Tag in der Wüste zu erleben.

Quelle: ntv.de, David Ryborz, sid