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Einnahmen locken Schalke Bayer unter Zugzwang

Bayern 04 Leverkusen, das Glanzlicht in Sachen schöner wie effektiver Fußball der letzten Saison, ist weiterhin auf der Suche nach dem richtigen Biss. Im zweiten Zwischenrundenspiel der Champions-League-Gruppe A bei Inter Mailand steht die Werkself nach dem verlorenen ersten Spiel gegen den FC Barcelona (1:2) bereits stark unter Zugzwang. Bei einer Niederlage ist ein Weiterkommen ins Viertelfinale nur noch rein rechnerisch möglich.

Während Klaus Toppmöller sich mit seinem Team so teuer wie möglich verkaufen will, wäre für Bayer-Geschäftsführer Reiner Calmund das unerwartete Überstehen der Zwischenrunde ein Sahnehäubchen und kein Muss. „Das Spiel gegen Mailand ist nur Kür“, meinte der Freund aller Süßigkeiten, „ein Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag in der Bundesliga wäre 50 Mal wichtiger.“

Wirtschaftlich hat man mit dem Erreichen der zweiten Gruppenphase in der „Königsklasse“ sowieso das Gros mit rund 13,6 Millionen Euro erreicht.

Indessen ist der Auftrag von Rudi Assauer an die Profis von Schalke 04 unmissverständlich. "Wir müssen im Uefa-Cup überwintern", fordert der Manager vor dem Rückspiel der dritten Runde gegen den polnischen Tabellenführer Wisla Krakau: „Notfalls müssen wir alle an den Tropf hängen."

Ähnlich sieht es Trainer Frank Neubarth vor dem 26. Pflichtspiel seiner Mannschaft in dieser Saison: „Nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Bayern München zählt im Uefa-Cup nur das Weiterkommen. Wir haben alles selbst in der Hand."

Beim Einzug ins Achtelfinale würde die Geldquelle Europapokal weiter sprudeln. Bislang kassierte der DFB-Pokalsieger gegen FC Gomel (4:0, 4:1) und Legia Warschau (3:2, 0:0) sowie gegen Krakau insgesamt geschätzte zehn Millionen Euro brutto aus TV-Honoraren und Zuschauereinnahmen. Die ersten beiden Uefa-Cup-Heimspiele in der Arena AufSchalke sahen jeweils mehr als 52.000 Besucher, auch gegen Krakau rechnen die Verantwortlichen wieder mit einem vollen Haus.

Nach den zuletzt vier Bundesligaspielen ohne Sieg, haben die Schalker einen Sieg für das Selbstvertrauten bitter nötig. Ein Freifahrtsschein stellt das 1:1 aus dem Hinspiel in Krakau nicht dar. „Es gibt überhaupt keinen Grund, die Polen zu unterschätzen", sagte der 40-jährige Coach Neubarth und hofft, dass die angeschlagenen Victor Agali, Niels Oude Kamphuis und Jörg Böhme spielen können.

Quelle: ntv.de