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Kriegen ihn, wenn wir wollen Bayern weiter an Gomez dran

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge will weiter um den Transfer von Fußball-Nationalspieler Mario Gomez vom VfB Stuttgart nach München kämpfen. Es sei zwar nicht geplant, den 23-Jährigen noch in diesem Sommer an die Isar zu holen. "Aber er hat eine Klausel im Vertrag, die uns die Möglichkeit gibt, ihn zu holen - wenn wir ihn wollen. Vielleicht im nächsten Jahr", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayern.

Rummenigge ließ sich bei dieser Gelegenheit zu Sticheleien in Richtung des VfB hinreißen. Gomez sei kein aktuelles Thema mehr, weil nicht davon auszugehen sei, dass VfB-Aufsichtsratschef Dieter Hundt "nochmal eine kluge Aussage machen wird", sagte er. Hundt hatte während der EM 2008 über Gomez' teilweise schwache Leistungen hergezogen und sich so den Unmut des Angreifers zugezogen.

Außerdem griff Rummenigge eine Aussage von VfB-Präsident Erwin Staudt auf, wonach die Münchner aus der zentralen Fernsehvermarktung der Bundesliga aussteigen könnten. "Herr Staudt glänzt im Moment nicht unbedingt mit klugen Aussagen, weder beim eigenen noch bei anderen Klubs. Wir haben uns zur Zentralvermarktung bekannt und nicht vor auszusteigen, solange wir fair behandelt werden. Und es gibt kein Anzeichen, dass sich das ändert", sagte Rummenigge.

Sehr zufrieden mit Klinsmann

Die Arbeit des neuen Bayern-Trainers Jürgen Klinsmann kommt bei Rummenigge derweil gut an. "Wir finden alle, dass er bisher einen sehr guten Job macht. Er wurde häufig als sturer, strikter Mensch dargestellt, aber die Zusammenarbeit ist absolut perfekt, verläuft reibungslos und sehr harmonisch", sagte Rummenigge.

Dass Klinsmann von manchem Fan kritisch gesehen wird, stört Rummenigge nicht. "Jürgen ist ein Mensch, der polarisiert - wie der FC Bayern. Vielleicht passen wir deshalb so gut zusammen. Ich habe den Eindruck, dass es einen extremen Popularitätsschub pro Klinsmann gibt und die Skeptiker mit wehenden Fahnen zu ihm überlaufen."

Drei Stürmer reichen

Die Tatsache, dass die Bayern nach dem geplatzten Transfer von Gomez mit nur drei Angreifern in die Saison gehen werden, macht dem früheren Weltklasse-Stürmer ebenfalls keine Sorgen. "Unserer Meinung nach reichen die. Wir haben drei sehr gute Leute. Ich bin überzeugt, dass alle drei auf ihre Spiele kommen werden", sagte er.

Zudem habe der Klub mit dem 18 Jahre alten Nachwuchsstürmer Thomas Müller einen Angreifer, "der zu den Profis kommen kann, wenn Not am Mann ist. Wir trauen ihm zu, dass er hier seinen Weg macht".

Quelle: ntv.de