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Tour im Doping-Schatten Cancellara siegt in London

Der Schweizer Fabian Cancellara hat das Auftakt- Zeitfahren bei der 94. Tour de France vor Andreas Klöden gewonnen. Der CSC-Profi war beim Prolog am Samstag über 9,1 Kilomter vor 20.000 Zuschauern in London in 8:50,74 Minuten um 13 Sekunden schneller als der Astana-Profi aus Cottbus.

Angesichts der Doping-Problematik hatte Pat McQuaid, der Präsident des Weltverbandes UCI, angekündigt, fünf Tour-de-France-Favoriten unter besondere Beobachtung zu stellen. Vor dem Start hatte der Weltverband UCI verstärkt Fahrer des obersten Niveaus unangemeldet getestet. Zehn Tage vor dem Beginne der 94. Tour an diesem Samstag in London war der für das Astana-Team fahrende Matthias Kessler positiv getestet worden. Allerdings soll es auch fünf weitere Proben mit auffälligen Ergebnissen gegeben haben. "Ich garantiere ihnen, dass diese fünf Fahrer in den nächsten drei Wochen von uns besonders beobachtet werden", sagte McQuaid der ARD.

Außerdem verschickt die UCI an die Teamleiter die Aufforderung, genau wie die Fahrer die "Anti-Doping-Ehrenerklärung" ebenfalls zu unterschreiben. Für die Unterschrift gab der Verband den Funktionären Zeit bis zum 1. August. Die 189 an der Tour teilnehmenden Fahrer haben alle unterzeichnet.

Mit der Unterschrift verpflichten sich die Tour-Teilnehmer bei einem positiven Doping-Befund mit einem Jahresgehalt zu haften und erklären sich bereit, ihre DNA für einen Abgleich mit den beim Doping-Arzt Eufemiano Fuentes sicher gestellten Blutbeuteln zur Verfügung zu stellen.

Die Radprofis fahren über 3500 Kilometer quer durch Frankreich und mehrere angrenzende Staaten zurück. Die Tour endet am 29. Juli in Paris. Dem positiv getesteten Vorjahressieger Floyd Landis ist der Gesamtsieg noch immer nicht offiziell aberkannt worden.

Quelle: ntv.de