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"Wir freuen uns riesig" DSV-Adler fliegen gemeinschaftlich zum Sieg

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Andreas Wellinger ist weiter in Topform.

imago/GEPA pictures

Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang fliegen die deutschen Skispringer im Team zu Silber. In Lahti geht es nun noch weiter nach vorn - weil sich die Mannschaft eine starke Teamleistung zeigt und weil Norwegen patzt.

In der eisigen Kälte von Lahti haben die deutschen Skispringer um Olympiasieger Andreas Wellinger den ersten Saisonsieg im Team eingefahren und damit ihre exzellente Form auch nach Pyeongchang bewiesen. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Schlussmann Wellinger ließen der Konkurrenz im ersten Wettbewerb nach den Olympischen Winterspielen keine Chance und gewannen mit 11,3 Punkten Vorsprung vor Polen und Norwegen. Vierter wurde Österreich. Für die DSV-Adler von Bundestrainer Werner Schuster war es der erste Teamsieg seit mehr als einem Jahr.

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"Ich denke, die Mannschaft hat eine gute Teamleistung gezeigt. Wir freuen uns riesig über den ersten Teamsieg seit Längerem. Die Jungs sind gut gesprungen", sagte Coach Schuster nach dem Wettbewerb bei Temperaturen von unter minus 10 Grad. Das Quartett lag sich nach dem Erfolg in den Armen, klatschte sich ab und freute sich über den gelungenen Start in die finale Saisonphase.

"Es hat richtig Spaß gemacht"

"Über die Leistung bin ich ganz zufrieden", sagte Eisenbichler, der nach dem Springen Knieschmerzen beklagte, in der ARD. Vor allem Startspringer Geiger und Eisenbichler, der bei seinem Versuch auf 130 Meter die Landung verpatzte und sich dabei offenbar leicht verletzte, zeigten diesmal eine starke Leistung und hielten die Konkurrenz auf Distanz. "Es hat richtig Spaß gemacht", befand der Oberstdorfer Geiger, der schon seit Wochen konstant hohes Niveau bietet.

Die routinierten Teamspringer Freitag und Wellinger verteidigten gekonnt die Führung und ließen zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel am ersten Teamsieg seit Zakopane vor mehr als 13 Monaten. Schon bei den Olympischen Winterspielen hatten die Schützlinge von Coach Schuster die Erwartungen übertroffen. Dank zweier Einzelmedaillen von Shootingstar Wellinger und dem Team-Silber für ihn, Freitag, Geiger und Stephan Leyhe hinter Norwegern gab es in Pyeongchang drei Medaillen, obwohl mit dem am Kreuzband verletzten Severin Freund der eigentliche Top-Springer den kompletten Winter fehlt.

Für den Gesamtzweiten Freitag (820 Punkte) und den Gesamtdritten Wellinger (736) geht es in den verbleibenden Wochen, beginnend mit dem Einzel von Lahti an diesem Sonntag (15.30 Uhr), auch noch um den Sieg im Weltcup. Dort verfolgt das deutsche Duo den polnischen Vierschanzentournee Kamil Stoch, der mit 863 Punkten nur knapp vorne liegt.

Die Vorentscheidung dürfte bei den Weltcups der RAW-Air-Tour in Norwegen fallen. Dort wird in Vikersund, Lillehammer, Trondheim und Oslo gesprungen. Das Weltcup-Finale steigt Ende März auf der Skiflugschanze im slowenischen Planica.

Quelle: n-tv.de, Patrick Reichardt, dpa

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