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Gold weg im letzten Sprung DSV-Adler verpassen Titel irre knapp

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Freud und Leid liegen nah beeinander.

(Foto: REUTERS)

Der Einzel-Weltmeister sowie der WM-Dritte kommen aus Deutschland - und im Team legen die vier Springer Silber nach. Dabei verpassen sie den Titel nur um wenige Zentimeter – die Norweger triumphieren dank eines Ausnahme-Sprungs und eines brillanten Pokers.

Die deutschen Skispringer um Einzelweltmeister Karl Geiger haben zum Abschluss der Skiflug-WM in Planica Silber in der Team-Entscheidung geholt und damit ihr grandioses Abschneiden abgerundet. 24 Stunden nach seinem Gold-Coup musste sich Geiger zusammen mit dem Einzel-Dritten Markus Eisenbichler, Pius Paschke sowie Constantin Schmid in einem ernteten Schanzenkrimi Norwegen geschlagen geben. Dritter wurde Polen.

"Auch wenn es nicht ganz gereicht hat, war es ein cooler Wettkampf, wir dürfen uns freuen", sagte Geiger im ZDF: "Wir dürfen stolz auf uns sein." Anders sah es für den Moment bei seinem Teamkollegen aus: "Ich bin gerade ein bisschen deprimiert", sagte Eisenbichler direkt nach der Entscheidung im ZDF. "Ich wäre mit den Jungs jetzt gern Weltmeister geworden."

Geiger hatte im letzten Durchgang das Nachsehen gegen seinen norwegischen Rivalen Halvor Egner Granerud, den er am Vortag noch um die Winzigkeit von einem halben Punkt bezwungen hatte. Vor den beiden Springern hatte Norwegens Coach Alexander Stöckl den Anlauf verkürzen lassen, Granerud flog trotzdem 234,5 Meter weit. Bundestrainer Stefan Horngacher taktierte mit und beließ den Anlauf. Doch Geiger kam nur auf 224,5 Meter, verpasste damit die Bonuspunkte und sein zweites Gold.

Norwegen lag am Ende mit 1727,7 Punkten umgerechnet 16 Meter vor den DSV-Adlern, die noch nie Team-Weltmeister im Fliegen waren. Norwegen siegte zum dritten Mal in Serie.

Auf der Letalnica hatte Geiger im ersten Durchgang 238,0 Meter vorgelegt, Deutschland führte zur Halbzeit, konnte dies aber nicht halten. Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler (230,0+236,5 m) sowie WM-Debütant Pius Paschke (220,0+223,5 m) zeigten bei schwierigeren Flugbedingungen mit konstantem Rückenwind eine starke Vorstellung. Constantin Schmid (220,5+207,5 m) ließ hingegen im zweiten Durchgang Punkte liegen.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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